Redcon-1 - Army of the Dead

Redcon-1 - Army of the Dead

Originaltitel: Redcon-1
Genre: Horror • Action
Regie: Chee Keong Cheung
Hauptdarsteller: Oris Erhuero • Carlos Gallardo
Laufzeit: DVD (113 Min) • BD (118 Min)
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 18

Redcon-1 - Army of the Dead   09.07.2019 von MarS

Eine Seuche infiziert Menschen, die sich in blutrünstige Zombies verwandeln. Eine Truppe Soldaten wird ins Krisengebiet geschickt, um einen Wissenschaftler zu retten. Klingt wie ein Mix aus 28 Days Later und Die Klapperschlange? Ist es irgendwie auch. Doch was steckt wirklich in Redcon-1 - Army of the Dead...?

 

Inhalt

 

Ein Ausbruch einer gefährlichen Seuche hat in England dafür gesorgt, dass inzwischen ein ganzer Landstrich von Infizierten überrannt wurde. In diesem Gebiet, welches mittlerweile unter Quarantäne gestellt wurde, soll sich auch der Wissenschaftler Dr. Julian Raynes befinden, der für den Ausbruch verantwortlich ist. In der Hoffnung, ein Heilmittel für die Infektion zu finden, wird eine militärische Spezialeinheit in das Krisengebiet geschickt, um Dr. Raynes ausfindig zu machen und zu retten. Doch die Rettungsmission entwickelt sich zu einem Desaster...

 

Da ist er ja, der obligatorische "Zombiefilm des Monats". Kaum ein anderes Genre bringt so viele Ableger hervor, wie das der untoten Hirnfresser, und das bereits seit vielen Jahren. Nur selten gelingt es dabei einem Film, sich aus der Masse hervorzuheben, und auch Redcon-1 - Army of the Dead schafft dieses Kunststück leider nur vom Grundgedanken her. Immerhin wird hier versucht, den Mythos der Zombies mit ein paar neuen Facetten aufzupeppen, wie beispielsweise die Tatsache, dass diese immer noch Rückschlüsse auf ihr altes Leben ziehen können und sich auch ihre Verhaltensmuster daran orientieren. Auch werden die Infizierten als deutlich intelligenter dargestellt, als man es aus dem Genre normalerweise gewohnt ist. Und sei das noch nicht genug, bemüht sich Redcon-1 - Army of the Dead sogar noch, die menschliche Seite der Ereignisse zu beleuchten. In der Theorie sind das alles gute Ansätze, doch wirklich stimmig umgesetzt wird das Ganze letztendlich dann doch nicht. Das liegt zum einen an den schwachen Darstellern, denen man ihre Rollen, vor allem ihre Position in einer Spezialeinheit des Militärs, zu keinem Zeitpunkt abkauft. Auf der anderen Seite aber auch an den zahlreich vorhandenen Actionszenen, die zwar anfangs noch recht ansehnlich sind, mit der Zeit aber ein klares Muster erkennen lassen: Die Truppe tappt hirnlos in einen Hinterhalt, zackige Musik setzt ein und schließlich kommt es zu einem durch Zeitlupenaufnahmen intensivierten Showdown. Im Anschluss folgen einige emotionsgeladene Dialogszenen, bevor es dann zur nächsten Actionszene geht. Apropos Zeitlupenaufnahmen: Die sind hier nicht nur gelegentliches Stilmittel, sondern beinahe stetiger Begleiter, und verfehlen dadurch absolut ihr eigentliches visuelles Ziel. Ganz im Gegenteil, denn nach sage und schreibe knapp zwei Stunden wünscht man sich als Zuschauer, dass diese Szenen in Echtzeit abgelaufen wären, um den Film gefühlt eine halbe Stunde kürzer werden zu lassen. Knapp zwei Stunden sind für die überschaubare Handlung nämlich eindeutig zu viel.

 

Bildergalerie von Redcon-1 - Army of the Dead (6 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Das Bild der Blu-ray hinterlässt gemischte Gefühle. Während sich die Schärfe im Großen und Ganzen sehr gut zeigt, fällt diese immer wieder stark ab. Auch die zahlreichen, teils übertrieben eingesetzten Farbfilter sind mehr als gewöhnungsbedürftig. Der Kontrast ist die meiste Zeit über gut ausbalanciert, hin und wieder erscheinen Konturen aber auch unsauber. Die Tonspur präsentiert sich ebenfalls als zweischneidiges Schwert, denn während der Ton druckvoll und kräftig abgemischt wurde, sind Räumlichkeit und Signalverteilung nicht ganz so gelungen. 


Das Fazit von: MarS

MarS

Dem Genre noch etwas neues und frisches abzugewinnen, damit hat so mancher Zombiefilm so seine Probleme. Redcon-1 - Army of the Dead hat zwar einige nette Ansätze mit an Bord, konzentriert sich dann aber doch zu sehr auf die Actionszenen, anstatt diese Ansätze gewinnbringend umzusetzen. Was bleibt ist ein weiterer Genrefilm unter vielen - Zombiefans werden mit der üblichen Ware versorgt, alle anderen können sich den Film sparen. 


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