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Evil Dead Burn
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BEWERTUNG |
23.10.2026 von MarSMit seinem Debütfilm Spiders - Ihr Biss ist der Tod hat der Franzose Sébastian Vaniček einen fiesen Creature-Horrorfilm abgeliefert, und damit bewiesen, dass er Horrorfans durchaus zufriedenstellen kann. Mit dem Spin-Off zur Tanz der Teufel - Reihe Evil Dead Burn legt er nun nach, und lässt die tödlichen Deadites auf eine nicht ganz so heile Familie los...
Nachdem Alice (Souheila Yacoub) ihren Ehemann Will (George Pullar) durch einen tödlichen Autounfall verloren hat, trifft sie auf der Beerdigung dessen gesamte Familie wieder. Die anschließende Trauerfeier wollen Wills Eltern Susan (Tandi Wright) und Edgar (Erroll Shand) auf dem alten Familiensitz abhalten, und obwohl die beiden Alice äußerst feindselig gegenüberstehen, macht sie zugunsten von Wills Bruder Joseph (Hunter Doohan) und dessen Freundin Thya (Luciane Buchanan) gute Mine zum finsteren Spiel. Doch die familiären Konflikte, die unter der Oberfläche brodeln, sind nicht das einzige, das die Zusammenkunft schon bald zu einem Alptraum werden lässt, denn das Böse, dass für Wills Tod verantwortlich war, ist der Familie bereits gefährlich nahe. Grunde dafür sind Forschungen über ein mysteriöses Buch, die von Josephs verstorbenen Großvater im Haus zurückgelassen wurden...
Mit Evil Dead hatte Regisseur Fede Alvarez 2013 gezeigt, dass ein Reboot einer angestaubten Reihe durchaus neues Leben einhauchen kann. 10 Jahre später folgte dann eine weitere Fortsetzung unter der Regie von Lee Cronin (The Mummy), die das Grundkonzept erfolgreich weiterführte und sich ein weiteres Mal als blutiges Chaos mit schwarzhumorigen Spitzen präsentierte. Erneut unter den wachsamen Augen von Sam Raimi und Bruce Campbell, den ursprünglichen Schöpfern des Tanz der Teufel Franchise, drückt der Franzose Sébastian Vaniček der Reihe mit seinem Evil Dead Burn nun seinen eigenen Stempel auf - und stößt damit nicht nur auf Gegenliebe bei den Fans...
Das größte Problem dürfte hier wohl sein, dass Evil Dead Burn beinahe gänzlich auf jegliche Überspitzung oder sonstigen Wort- beziehungsweise Dialogwitz verzichtet, und das Geschehen durchwegs ernst und düster hält. Statt brutale Splattermomente durch Spaß und Chaos zu kontrastieren liefert Vaniček einfach einen brachialen, außerordentlich fiesen Horrorstreifen ab, der sich abgesehen von ein paar wenigen zusätzlichen Handlungselementen vor allem darauf konzentriert, das Publikum zu schockieren sowie die Grenzen des Erträglichen auszuloten. Evil Dead Burn macht von der ersten Szene an keinerlei Gefangenen, sondern bombardiert den Zuschauer dermaßen mit Splatter, Gore und Bodyhorror, dass selbst eingefleischte Genre-Fans immer wieder überwältigt den Kopf schütteln. Die Deadites zeigen sich unterdessen durchwegs von ihrer garstigen Seite und greifen ohne ihre gewohnt fiesen Sprüche mit erbarmungsloser Härte an, während Vaniček ein unglaublich hohes Tempo vorlegt und damit weder seinen Figuren, noch dem Publikum, einen Moment zum Durchatmen gönnt. Finster ist Evil Dead Burn allerdings nicht nur in seiner Inszenierung sowie in der visuellen Gestaltung, die Farben eigentlich völlig außen vor lässt und einen reduzierten Grau in Grau Look zeigt, der die ohnehin dunkle Atmosphäre noch zusätzlich intensiviert. Finster ist das Alles nämlich auch im Bereich der Charaktere sowie deren zwischenmenschlichen Beziehungen, denn abgesehen von der zentralen Figur Alice punktet hier niemand durch sympathische Eigenschaften, und wirklich jeder hat etwas zu verbergen, zu verheimlichen oder anderweitig auf dem Kerbholz. Sogar Alice ist wiederum eine gebrochene Persönlichkeit, die ohne Hoffnung durchs Leben schreitet und sich mit ihrem Dasein einfach nur abgefunden hat. Kein Wunder also, das Fans des Tanz der Teufel Franchise so ihre Probleme mit Evil Dead Burn haben, denn bislang zeichnete sich die Reihe vor allem durch ihren spaßigen Unterhaltungswert und den fast schon skurrilen Spagat zwischen Humor und Brutalität aus. Genau deshalb sticht Sébastian Vaničeks Spin-Off wiederum deutlich hervor, und findet mit einer ganz neuen Ausrichtung den perfekten Weg, um der Reihe neue Facetten zu entlocken, und nicht einfach nur Altbekanntes aufzuwärmen...
Details der DVD
Leider lag uns für unsere Kritik lediglich die DVD-Variante von Evil Dead Burn in Form einer Pressedisc vor. Die SD-Version hinterlässt jedoch insgesamt einen soliden Gesamteindruck mit einer ordentlichen Schärfe sowie einem guten Detailgrad. Der Kontrast ist sauber eingestellt, ebenso der Schwarzwert, und auch gröbere Mängel sind keine auszumachen, allgemein wirkt das Bild aber dennoch gerade auf größeren Bildschirmdiagonalen etwas unsauber und überholt. Ähnlich schneidet die Tonspur ab, die mit ihrer Abmischung in Dolby Digital 5.1 zwar gute Werte liefert und sich durch eine recht kraftvolle Abmischung sowie gut verständliche Dialoge auszeichnet, insgesamt aber das Potential der heimischen Anlage nicht ausreizen kann. Zudem präsentiert sich die allgemeine Balance sowie das Verhältnis zwischen Effekten und Dialogen etwas schwankend. Cover & Bilder © Plaion Pictures Das Fazit von: MarS
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