Giant Beasts of Ars - Vol. 01

Giant Beasts of Ars - Vol. 01

Originaltitel: Ars no Kyojuu
Genre: Fantasy • Action
Regie: Akira Oguro
Laufzeit: BD (144 Min)
Label: Plaion Pictures / KSM Anime
FSK 12

Giant Beasts of Ars - Vol. 01   11.02.2024 von MarS

Bei der Fantasy-Actionserie Giant Beasts of Ars handelt es sich um ein Anime-Originalwerk aus dem Jahr 2023, das nun verteilt auf zwei Volumes von Plaion Pictures / KSM Anime in seiner deutschen Synchronfassung veröffentlicht wurde. Wir haben uns die ersten der insgesamt 12 Episoden angesehen...

 

Inhalt

 

Jiiro ist ein sogenannter "Geistbündler", der in der Lage ist, sich mit einem mächtigen Medium zu vereinen, um dessen Kraft im Kampf zu nutzen. Doch Jiiros Zeit als "Geistbündler" gehört längst der Vergangenheit an, denn inzwischen verdient er sein Geld damit, riesige Monster zu jagen. Alles ändert sich, als er eines Tages die kleine Kumi kennenlernt, die sich auf der Flucht vor mysteriösen Verfolgern befindet. Wie sich herausstellt ist Kumi Teil eines gefährlichen Experiments, dessen Ursprung ebenso ein Rätsel ist, wie der Zweck und das Ziel ihrer Erschaffung. Außerdem handelt es sich bei Kumi um ein Medium, und so beschließen die beiden ihre gemeinsamen Fähigkeiten zu nutzen, um den Geheimnissen um sie herum auf die Spur zu kommen...

 

Ein klein wenig vermittelt Giant Beasts of Ars das Gefühl, als hätten die Macher dieses Original-Animes die Inhalte diverser bekannter Werke gemeinsam in einen Topf geworfen, fleißig umgerührt, und sich letztendlich selbst damit überrascht, was am Ende dabei an Handlung herausgekommen ist. Eine klare Linie ist zumindest in den ersten sechs Episoden nicht erkennbar, denn während einige Elemente tatsächlich Spannung aufkommen lassen und auch die Action durchaus ansehnlich in Szene gesetzt wurde, so schreitet die Geschichte an anderer Stelle teilweise dermaßen sprunghaft und chaotisch voran, dass man meinen könnte, die Hälfte der Erzählung wurde schlichtweg vergessen oder zumindest absichtlich weggelassen. Auf diese Weise wirken viele Einzelmomente etwas deplatziert oder einfach nur für die Handlungsfortführung eingesetzt, wogegen andere wiederum großartige Unterhaltung bieten. Ähnliches gilt für die Charaktere, die ebenfalls irgendwo zwischen interessant und ansprechend auf der einen, langweilig und austauschbar auf der anderen Seite angesiedelt sind. Irgendwie ist Giant Beasts of Ars zum jetzigen Zeitpunkt nichts Halbes und nichts Ganzes, weiß aber auf seine ganz eigene, etwas seltsame Art dennoch zu unterhalten. Bleibt abzuwarten, ob einzelne Handlungsebenen sowie auch der bislang aufgebaute Spannungsbogen in der zweiten Staffelhälfte zu einem zumindest zufriedenstellenden Ende gebracht werden...

 

Die Animationen aus dem Hause ASAHI PRODUCTION - die bislang eigentlich keine großartig bekannten Werke realisiert haben - bewegen sich grundsätzlich auf sehr gutem Niveau, bleiben aber gerade im Bereich der Nebencharaktere, Monster und auch Actionanimationen eher spartanisch und zweckdienlich. Die erschaffene Welt ist dagegen recht ansprechend ausgefallen, ebenso wie das grundlegende Design der Figuren. Akustisch punktet Giant Beasts of Ars vor allem durch einen stimmungsvollen, eingängigen Score. Das Opening mit dem Song "Hengen Jizai" von Penguin Research bietet einen angenehmen, stimmigen, wenngleich nicht sonderlich erinnerungswürdigen Einstieg in jede Episode, wogegen der Ending-Song "Na mo Nai Hana" von Harumi etwas zu ruhig und austauschbar ausgefallen ist. 

 

Bildergalerie von Giant Beasts of Ars - Vol. 01 (4 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Technisch bewegt sich die Blu-ray absolut auf der Höhe der Zeit und präsentiert ein sauberes, klares Bild mit ausgewogenem Kontrastumfang und satter Farbdarstellung, während die Tonspur eine ansprechende, durchaus dynamische und immer wieder auch kraftvolle Abmischung bietet. Dialoge werden dabei durchwegs klar und verständlich wiedergegeben.

 

Episodenguide

 

  • Episode 01 - Das Versprechen, mit dem alles begann
  • Episode 02 - Das Ritual des Pakts
  • Episode 03 - Dorf des immerwährenden Regens
  • Episode 04 - Der irrende Speer
  • Episode 05 - Kräftemessen
  • Episode 06 - Der unentrinnbare Schatten


Cover & Bilder © Plaion Pictures


Das Fazit von: MarS

MarS

Giant Beasts of Ars besitzt eine ganze Menge tolle Aspekte, und kann dadurch recht gut unterhalten. So richtig in ein stimmiges oder harmonisches Gleichgewicht bringt die Erzählung diese Elemente allerdings - zumindest in der ersten Staffelhälfte - noch nicht, und so wirkt so manches Ereignis unfreiwillig chaotisch beziehungsweise wahllos und wenig zielgerichtet. Man kann eigentlich nur hoffen, dass Giant Beasts of Ars die Kurve im zweiten Teil noch bekommt, denn grundsätzlich bietet dieses Originalwerk so einiges das Lust auf mehr machen würde...


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