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Haunting Albina
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BEWERTUNG |
07.02.2026 von MarSDas philippinische Kino scheint eine Vorliebe dafür zu haben, Erotik mit anderen Genres zu mischen. Nach dem Erotik-Thriller Bula - Eine tödliche Leidenschaft veröffentlicht Busch Media Group nun den Erotik-Horrorfilm Hunting Albina, erneut mit Ayanna Misola in der Hauptrolle...
Kaum hat sie sich von ihrem fremdgehenden Freund Wendell (Adrian Alandy) getrennt, scheint das Leben des Models Albina (Ayanna Misola) endlich vom Glück erfüllt zu sein. Überraschend wird sie nicht nur für die neue Kampagne des aufstrebenden Designers Greg Manos (Mon Confiado) gebucht, sondern findet in dem Fotografen Lawrence (Diego Loyzaga) auch einen ehrlichen und liebevollen neuen Mann an ihrer Seite. Doch dann ergreift plötzlich der rachsüchtige Geist einer Frau (Ava Mendez) von Albina Besitz, und übernimmt fortan jede Nacht die Kontrolle über ihren Körper. Um wen handelt es sich bei dieser Frau, und wieso hat der Geist ausgerechnet Albina auserwählt...?
Mit Hunting Albina liefern die Philippinen erneut einen Film, der nicht so recht weiß, was er eigentlich erzählen will. Während sich die Inszenierung - ganz ähnlich wie bereits bei Bula - Eine tödliche Leidenschaft - vor allem darauf konzentriert, schöne Menschen, nackte Haut und Softcore-Sexszenen in inflationärem Ausmaß zu präsentieren, braucht Hunting Albina viel zu lange, um inhaltlich eine klare Richtung zu offenbaren. So präsentiert sich die Erzählung zunächst einmal als simples Beziehungsdrama, in dem gleich mehrere Männer um die Gunst der Hauptfigur buhlen, was schlichtweg einfach nur den Unterhaltungswert sowie den Spannungsgehalt einer Telenovela für den Zuschauer bereithält. Erst nach beinahe 45 Minuten offenbart das Ganze dann endlich, dass man es hier vielleicht doch mit einem Horrorfilm zu tun haben könnte, bis dann jedoch wirklich etwas geschieht verstreicht noch einmal viel zu viel Zeit. Dann allerdings erhöht Hunting Albina sprunghaft nicht nur den Anteil an Sexszenen, sondern steigert auch zunehmend das Gewaltlevel, ohne dabei jedoch in einem von beiden Bereichen allzu explizit zu werden. Wer zu diesem Zeitpunkt gedacht hat, dass die Handlung recht sprunghaft voranschreitet, der wird schließlich in den letzten 20 Minuten auf ein neues überrascht, denn dann präsentiert Hunting Albina nicht nur eine sehr abrupt gesetzte "Auflösung" zu den vorangegangenen Ereignissen, sondern wechselt noch einmal vom Geisterhorror in den Exorzismus-Bereich, was das ohnehin bereits sehr konfuse und oftmals verwirrend inszenierte Geschehen noch chaotischer wirken lässt. Der eigentlich dramatische und grundsätzlich emotional aufgeladene Twist verfehlt auf diese Weise völlig seine Wirkung, und hinterlässt bei weitem nicht den nachhaltigen Eindruck, den er mit etwas mehr Geschick beim Zuschauer hinterlassen hätte können. Im Rückblick wäre hier tatsächlich einiges möglich gewesen, hätte man dem Horrorelement mehr Zeit gewidmet oder auch das charakterliche Wachstum der Hauptfigur stärker ausgebaut, durch den Fokus auf Softcore-Erotik, einige erzählerische Logikprobleme sowie den immer wieder stockenden Erzählfluss bleibt Haunting Albina jedoch lediglich ein hübsch anzusehender, ansonsten aber sinnfreier Softerotik-Streifen mit verschenktem inhaltlichen Potential...
Details der Blu-ray
Wie von philippinischen Produktionen gewohnt bietet die Blu-ray ein scharfes, detailfreudiges Bild mit kräftiger, leicht stilisierter Farbdarstellung sowie einem kräftigen, ausgewogenen Kontrastverhältnis. Überraschend im Fall von Haunting Albina ist die durchaus gelungene Synchronfassung, die für ein harmonisches Gesamtbild im akustischen Bereich sorgt. Allgemein bleibt der Ton allerdings überwiegend akzentfrei und auf eine klare, verständliche Wiedergabe konzentriert, wogegen sich Dynamik und etwas mehr Kraft lediglich in den vereinzelten Club-Szenen bemerkbar machen. Cover & Bilder © Busch Media Group GmbH Das Fazit von: MarS
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