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Primate
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BEWERTUNG |
03.06.2026 von MarSTierhorror - Der schmale Grat zwischen trashigem Unfug und unterhaltsamem Crowd-Pleaser. Wie sich der Genrebeitrag Primate des britischen Regisseurs Johannes Roberts (47 Meters Down, Resident Evil: Welcome to Raccoon City) schlägt, das erfahrt Ihr in unserer Kritik...
Nachdem sie sehr lange nicht mehr Zuhause gewesen ist freut sich die College-Studentin Lucy (Johnny Sequoyah) schon sehr darauf, gemeinsam mit ihren Freunden Kate (Victoria Wyant) und Nick (Benjamin Cheng) endlich ihren Vater Adam (Troy Kotsur), ihre Schwester Erin (Gia Hunter) und auch den Familien-Schimpansen Ben (Miguel Torres Umba) wiederzusehen. Die Freude währt allerdings nicht allzu lange, denn wie sich schon bald herausstellt wurde Ben von einem anderen Tier gebissen, und hat sich dadurch mit Tollwut infiziert. Aus dem friedlichen Primaten, der dank Lucys verstorbener Mutter sogar in der Lage ist, mit den Menschen in seinem Umfeld zu kommunizieren, wird plötzlich ein gefährlicher, hochintelligenter Gegner...
Der geneigte Tierhorror-Fan will vor allem eines: Gut unterhalten werden. Dazu braucht es dann auch keine ausgeklügelte Story oder allgemeine Glaubwürdigkeit, sondern vielmehr eine handwerklich gelungene, möglichst hochwertige Inszenierung mit einem nachvollziehbaren Szenario, eine atmosphärische Darstellung sowie ansehnliche Effekte und im Idealfall einen ordentlichen Bodycount mit etwas Gore. Eben hier macht Johannes Roberts mit Primate dann auch eigentlich alles richtig, denn anstatt sich auf irgendwelche Experimente einzulassen, präsentiert er seinem Publikum lieber genau das, was es sehen möchte. Und das mit Abstand stimmiger und weitaus spannender, als dies bei so manch anderem Genrebeitrag der Fall ist. Angefangen von den menschlichen Beteiligten, die in manchen Fällen sogar durchaus überraschend gut charakterisiert wurden und sich sogar nachvollziehbar und nicht allzu dümmlich verhalten, über die hervorragend genutzte, äußerst atmosphärische Location bis hin zu dem nicht mit CGI, sondern mit einem echten Schauspieler zum Leben erweckten Schimpansen macht Primate einfach nur eine Menge Spaß. Dazu kommen ebenfalls handgemachte und stellenweise unglaublich heftige sowie explizit ausgeführte Gewaltmomente, die man in dieser Form in einem Mainstream-Horrorfilm wohl kaum erwarten würde. Das Ganze ist zudem in hohem Tempo erzählt und hält sich nicht lange mit unnötigen Nebenhandlungen oder Ähnlichem auf, sondern liefert einfach nur knackige Kost mit minimalem Aufwand aber maximal unterhaltsamer Ausbeute sowie einigen netten Einfällen wie beispielsweise die Gehörlosigkeit des Vaters, die an so mancher Stelle überaus gelungen zu atmosphärischen Zwecken genutzt wird. Für Horror-Fans gibt es als Bonus obendrauf sogar noch ein paar sympathische Referenzen zu anderen Genrewerken zu entdecken, wie beispielsweise inhaltliche Parallelen zu Stephen Kings Cujo oder auch eine sehr markante Homage an The Shining (Jack Nicholson lässt grüßen). Alles in Allem also nicht sonderlich einfallsreich oder inhaltlich ambitioniert, dafür aber hervorragend umgesetzt, stellenweise unerwartet blutig und durchwegs absolut unterhaltsam...
Details der Blu-ray
Das überwiegend dunkle und schwach ausgeleuchtete Setting wird von der Blu-ray sehr gut in Szene gesetzt, wobei Details stets gut erkennbar bleiben. Die Farbgestaltung ist in den Nachtsequenzen überwiegend in Genre-üblichem Blau gehalten, wogegen Tageslichtszenen durch satte, leuchtende Farben zu gefallen wissen. Die Schärfe ist durchwegs sehr gut, ebenso weiß das plastische und kontraststarke Bild zu gefallen. Die Tonspur, lediglich in einer Dolby Digital 5.1 Abmischung vorliegend, lässt deutliche Abstriche im Vergleich zur in Dolby Atmos vorliegenden Originaltonspur vermuten, bietet aber dennoch eine hervorragende Wiedergabe. Alles wirkt sehr dynamisch und räumlich, und auch der Subwoofer darf immer wieder kraftvoll ins Geschehen eingreifen. Abgesehen davon, dass die Originaltonspur allgemein etwas leiser abgemischt wurde, besteht der Unterschied hier tatsächlich nur in kleinen Nuancen und einer ausgewogeneren Balance im Surroundbereich, ansonsten bietet jedoch bereits die Dolby Digital 5.1 Abmischung ein tolles akustisches Erlebnis. Cover & Bilder © 2026 Paramount Pictures. All Rights Reserved. Das Fazit von: MarS
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