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The Astronaut
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BEWERTUNG |
11.01.2026 von MarSEine IMDb-Bewertung von 4,7/10 (Stand: 11.01.2026) und äußerst gemischte Kritiken sprechen nicht unbedingt für den Science-Fiction-Thriller The Astronaut. Aber lasst Euch davon nicht abschrecken, denn der zweite Langfilm der US-Amerikanerin Jess Varley ist für das richtige Publikum ein echtes kleines Highlight...
Astronaution Sam Walker (Kate Mara) hat gerade eben ihre erste Weltraummission hinter sich gebracht. Nachdem der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre jedoch nicht nur an ihrer Raumkapsel, sondern auch an ihrem Helm mysteriöse Schäden verursacht hat, wird Sam nach einer kurzen Quarantäne in einem isolierten Hochsicherheitshaus untergebracht, wo sie sich unter der Aufsicht der NASA regenerieren soll. Lediglich ihrem Mann Mark (Gabriel Luna), ihrer Tochter Izzy (Scarlett Holmes) sowie ihrem Vater General William Harris (Laurence Fishburne) ist es erlaubt, Sam zu besuchen, während sie die übrige Zeit in dem abgeschiedenen Haus auf sich allein gestellt ist. Schon bald stellt Sam fest, dass sie nicht nur unter den üblichen Begleiterscheinungen einer Weltraummission leidet, sondern sich zunehmend beobachtet fühlt. Als sich die unerklärlichen Vorfälle häufen, wächst in Sam die Gewissheit, dass ihr etwas aus dem All auf die Erde gefolgt sein muss...
Mit The Astronaut liefert die US-Amerikanerin Jess Varley einen überaus interessanten Beitrag zum Science-Fiction Genre, der - betrachtet man sich die durchwachsenen Kritiken im Netz - vermutlich an vielen Stellen einfach nur falsch verstanden wird. Vor allem Logikprobleme und Charakterentscheidungen wie aus einem trashigen Horrorfilm werden der Inszenierung hier vorgeworfen, ebenso stößt die finale Wendung auf nicht allzu wohlwollende Gegenliebe. Betrachtet man eben diese aber etwas genauer, ist der Schlusstwist nicht nur absolut konsequent und stimmig, sondern liefert gleichzeitig auch die Erklärung für viele der Aktionen, die im Vorfeld als unlogisch oder nicht nachvollziehbar abgestempelt wurden. Grundsätzlich ist es allerdings verständlich, dass das Finale nicht jedem Zuschauer zusagen wird, was vor allem der zweigeteilten Erzählung zuzuschreiben ist. Während sich The Astronaut nämlich nach einer sehr eindringlichen, fesselnden Einführungssequenz vor allem darauf konzentriert, Spannung aufzubauen und die Inszenierung sowohl durch ihre Optik wie auch die absolut atmosphärische musikalische Untermalung wie ein Horrorfilm wirken zu lassen, entwickelt sich die gesamte Handlung ausgerechnet in der Schlussphase zu etwas völlig anderem - und beweist damit nicht nur Mut, sondern liefert auch eine echte Überraschung. The Astronaut gelingt es dadurch geschickt, trotz einer Vielzahl bekannter Elemente Eigenständigkeit zu entwickeln, und sich gekonnt von den gängigen Genrekonventionen abzuheben. Vermutlich ist auch genau das der Grund dafür, dass The Astronaut weder großartig beworben, noch vom Publikum allzu gut aufgenommen wurde, denn wer mag es schon, wenn die Erwartungen an eine Geschichte nicht erfüllt werden? Die Antwort ist mehr als einfach: Jeder, der sich mal wieder von einem Film überraschen lassen möchte, und der offen für interessante Genre-Mischlinge ist...
Details der 4K UHD
Die 4K UHD liefert ein sehr scharfes, fein detailliertes Bild mit intensiver, jedoch absichtlich niemals allzu strahlender Farbdarstellung und kräftigem Kontrast. Der Schwarzwert erreicht ebenfalls ein hervorragendes Niveau, ohne das Bild zu dunkel werden zu lassen. Die in DTS-HD 5.1 abgemischte Tonspur beweist eindrucksvoll, dass es für einen gelungenen Ton nicht immer eine ausschweifende Tonspur sein muss. Der Ton überzeugt durch seine hervorragende Abmischung ebenso wie durch den beinahe stetigen Einsatz von atmosphärischen Umgebungsgeräuschen und gezielt eingesetzten Soundeffekten, während der absolut gelungene Score seinen ganz eigenen Beitrag zur Grundstimmung leistet. Die Sprachwiedergabe erfolgt zudem ausnahmslos gut verständlich und klar. Cover & Bilder © capelight pictures OHG / © 2025 ROCKET POWER, LLC. ALL RIGHTS RESERVED. Das Fazit von: MarS
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