Age of Galaxy

Age of Galaxy

Genre: 4X Spiel • Kennerspiel • Strategiespiel
Autor: Jeffrey CCH
Illustrator: Samuel Horowitz
Spieleverlag: Ice Makes
Empfohlenes Alter: 12
Spieldauer: 45 Minuten

Age of Galaxy   30.08.2023 von Born2bewild

Bereits einige Zeit vor der Veröffentlichung auf dem deutschen Markt, durften wir bereits einen Blick auf die englische Fassung von Age of Galaxy werfen. Ob uns das 4X-Spiel aus dem Hause Ice Makes (in Deutschland über Asmodee) überzeugen konnte, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Spielmaterial und Aufbau

 

Die 4X des Genres stehen für „explore“, „expand“, „exploid“ und „exterminate“, was sich in diesem Falle irgendwie schon auf das Auspacken bezieht. Die kleine Verpackung ist ein richtiges Understatement, denn was sich darin verbirgt, wirkt fast einem schwarzen Loch. Und trotz oder gerade wegen der hohen Packungsdichte hat man es geschafft, das Spielmaterial schön und ordentlich in der handlichen Schachtel unterzubringen. Dazu gehören neben der Anleitung Plastikmodelle von Raumschiffen und Kunststoffwürfel. Außerdem gibt es Stanzbögen mit Spielechips und jede Menge Karten und Tableaus.

 

Schon mit dem Spielaufbau lässt sich eine Seite füllen. Es werden entsprechend der Anleitung jede Menge Tafeln bereitgelegt, die den Workerplacement-Teil des Spiels abbilden. Darüber hinaus wird aus fünf Systemkarten - zwei davon aufgedeckt und drei verdeckt - die Galaxie gebildet. Auf die erste Systemkarte kommt der Marker der galaktischen Flotte. Außerdem werden die Symbole der Systemkarten noch mit zufällig gezogenen Planeten oder Erkundungsmarkern an den entsprechenden Stellen abgedeckt. Nun wählt man noch eine Farbe aus, erhält ein Spielertableau mit einigen Markern und legt den orangenen Produktionsmarker auf die Drei und den gelben Creditzähler auf die Null. Die Würfel und Raumschiffe legt man als Vorrat bereit. Außerdem erhält man noch einen Marker für die Spielreihenfolge.

 

Ziel des Spiels

 

Age of Galaxy ist eine Art Workerplacement, bei dem die Produktion, der Kampf und auch die Forschung im Mittelpunkt stehen. Hinzu kommt das Ausspielen von Karten, mit deren Hilfe man bis zu drei Allianzen pflegen kann. Diese bringen wiederum Vorteile bei den einzelnen Sparten wie zum Beispiel der Produktion oder dem Kampf. Das Spiel endet nach der Kriegsphase, in der sich der Marker der galaktischen Flotte auf der letzten Systemkarte befindet.

 

Die Anleitung

 

Die kompakte Anleitung kommt immerhin auf vierzig Seiten. Da wir die englische Fassung studiert haben und dies etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt als die Version in der Muttersprache, möchten wir hier keine Zeitangaben machen. Nur so viel sei gesagt: Es gibt sehr viele Beispiele, die Erklärungen sind sehr gut und auch die deutsche Fassung der Anleitung, die man momentan als Preview auf BGG findet, ist sehr gut gelungen.

 

Das ganze Universum im Taschenformat…

 

Age of Galaxy wird in Runden gespielt, die sich wiederum in vier Phasen gliedern. In der Produktionsphase erhält man als erstes drei seiner Aktionswürfel und rückt seinen Creditzähler um so viele Felder vor, wie der Produktionsmarker anzeigt. Gleichzeitig wird dieser aber um ein Feld zurückgesetzt. Sofern man nun schon Karten ausliegen hat, darf man noch die Produktionsfähigkeiten dieser ausführen. Dann folgt auch schon die Aktionsphase, in der man nacheinander jeweils einen Würfel für eine Aktion setzt. Solange man noch Würfel zur Verfügung hat, muss man ihn auch spielen. Erst wenn alle Würfel gesetzt sind und jede*r gepasst hat, endet diese Phase. Die Aktionen sind dabei sehr vielfältig, unter anderem kann man Planeten besiedeln, Technologien entwickeln sowie Raumschiffe fertigen, handeln oder forschen. Jede dieser Aktionen dient dazu Ressourcen zu gewinnen, umzuwandeln oder auszugeben, um seine Stellung zu festigen und Siegpunkte zu sammeln. Nun folgt die Kriegsphase, in der man die Anzahl der Raumschiffe im Spielbereich vergleicht und man entsprechend der Platzierung und der Tabelle der Anleitung eine Belohnung erhält. Dann muss man so viele Raumschiffe abwerfen bis sie der Anzahl der eigenen Schutzschilde gleicht. Anschließend folgt die galaktische Phase, in der die galaktische Flotte vorgerückt wird und die Marker der Tableaus umgesetzt werden. Während man an der Reihe ist, hat man noch die Möglichkeit Fraktionskarten auszuspielen, die Boni bringen. Das kann in Form von Ideologien sein, die einem ermöglichen Planeten zu besiedeln, aber auch in Form von Produktionen oder ähnlichem. Fraktionen darf man insgesamt drei haben. Alternativ dazu kann man aber auch die einmaligen Verstärkungen der Karten nutzen. Das Prinzip wird so lange weiterverfolgt, bis die galaktische Flotte auf der letzten Systemkarte angekommen ist und die zugehörige Kriegsphase durchgeführt wurde.

 

Bildergalerie von Age of Galaxy (8 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 50 Klarten
  • 16 große Karten
  • 36 Kreuzer
  • 8 Zähler
  • 64 Aktionswürfel
  • 28 Relikt-Entdeckungsmarker
  • 15 Einflussmarker
  • 9 Erkundungsmarker
  • 5 Planetenmarker
  • 4 Zugreihenfolgemarker
  • 1 Marker der Galaktischen Flotte
  • 1 Spielanleitung


Cover & Bilder © Cover: Ice Makes / Bilder im Artikel und Teaserbild: www.sofahelden.de


Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Also ich bin beim Aussuchen des Spiels mehr oder minder auf die Werbung reingefallen und dachte mir: was ein bombastisches Spiel. Dann kam es bei uns an und ich dachte mir: och wie süß. Dann packten wir es aus und spielten die erste Runde und ich dachte mir: was ein bombastisches Spiel. Es bietet sehr viele Möglichkeiten, hat sehr viel Inhalt und konnte mich in voller Linie überzeugen. Natürlich könnte man das Ganze auch größer machen, aber ich finde, so wie es ist, ist es perfekt. Für mich eine glatte 10/10. Schön finde ich auch, dass man hier Asmodee als Publisher gefunden hat; ich denke, das war eine gute Entscheidung.

 

Josi:

Für mich war der Einstieg ins Spiel viel schwieriger, da ich mich mit der Anleitung vorab beschäftigt habe und das ist auf Englisch durchaus etwas schwieriger, selbst mit meinen ganz guten Kenntnissen. Diese hier ist aber wirklich gut anhand der einzelnen Phasen aufgebaut und mit sehr vielen Beispielbildern deutlich. Insofern ist das Schwierigste abschließend die große Anzahl an Möglichkeiten der Karten. Aber auch hier gilt: ist man Workerplacementspiele gewohnt, hat man die Symbolik schnell raus und kann Karten schon anhand dieser deuten. Wie Alex schon schrieb ist in dieser kleinen Verpackung eine Menge Spiel verstaut, dass sehr viel Spaß beinhaltet. Auch von mir eine glatte Empfehlung, aber eben für Neulinge mit einem wahrscheinlich etwas stockendem Start verbunden.


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