Borderlands 3

Borderlands 3

Publisher: 2K Games
Entwicklerstudio: Gearbox
Genre: Ego-Shooter
Sub-Genre: Action-Rollenspiel
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 13.09.2019
USK 18

Borderlands 3   01.10.2019 von GloansBunny

Schräg, schräger, Borderlands 3 - schon lange hat uns kein Shooter mehr mit so viel Witz, Skurrilität und Langzeitmotivation unterhalten. Wieso, weshalb, warum? Das verrät unser folgender Artikel...

 

Was geht ab?!

 

Zehn Jahre sind vergangen, seitdem das erste Borderlands Freunde der gepflegten Koop-Action vor Entzücken aufseufzen ließ. Gemeinsam irrwitzige, völlig bekloppte Gegner in Einzelteile zerlegen, abgefahrene Beute, Waffen und Perks finden und sarkastischen, genialen Humor selbst erleben und erspielen - das war und ist die Borderlands-Serie, die die Entwickler von Gearbox in den Olymp der Spieler aufsteigen hat lassen. Auch im neuesten Teil mit dem Titel Borderlands 3 gilt es wieder, mit bis zu drei Mitspielern für Unrecht und Unordnung auf Pandora zu sorgen. Die beiden Calypso-Zwillinge Troy und Tyreen lösen hier Handsome Jack als ultra-fiesen Bösewicht ab und sorgen mit ihrer arrogant-hippen Art sofort dafür, dass man sie einfach nur zerquetschen möchte wie eine Kakerlake - aber auf sympathisch-dämonische Art! Während die zwei Social-Media-Post-Experten genüsslich unsere Lieblings-Sirene Lilith quälen und sich ihre Kräfte aneignen, schnappen wir uns bis zu drei Mitstreiter und schlüpfen in die Rolle eines Kammerjägers unserer Wahl:

 

  • Herzblatt Nummer Eins: Bestienmeister FL4K, der mit herrischer Stimme und präzisen Befehlen eines von drei bissigen Haustierchen unter Kontrolle hat. Meistens zumindest...
  • Kandidat Nummer Zwei: Gunner-Amazone Moze, die galant-lässig auf Knopfdruck in einen schicken Mech mit allerlei Wummen und Panzerung hüpft. Beine aus Stahl und ein Herz aus Gold (oder so ähnlich)!
  • Kollegin Nummer Drei: Sirene Amara, die gerne auf Tuchfühlung geht und mit ihren zarten Händen für eine ordentliche Abreibung sorgt. Die mysteriösen Kräfte ihrer Seele resultierten wohl kaum aus gesunder Ernährung aus Kindheitstagen.
  • Zu guter Letzt: sein Name ist Zane, Agent Zane. Keine Doppel-Null, sondern einfach nur Zane. Ein cooler Typ ist der nicht im Auftrag seiner Majestät agierende Kerl trotzdem, denn er hat ein paar Drohnen und zudem immer zwei aktive Skills im Ärmel.

 

Natürlich wählt unsere Autorin Fabiola den charismatischen Gentleman (nicht!) FL4K und stürzt sich mal solo, mal mit ein paar Online-Freunden ins Getümmel. Geronimo!

 

Wie geht's ab?!

 

Kurz gesagt: Wie Schmitz Katze! In gewohnt brachialer Borderlands-Manier ballern, jagen und lachen wir uns durch kuriose Kulissen, abgefahrene Quests und eine extrem coole, riesige offene Welt im knallbunten Comic-Look. Dabei legen wir viel Wert auf blutige Action, dumme Sprüche und jede Menge Humor, der nicht für Kinder unter 18 Jahren geeignet ist. Je mehr Aliens, Banditen und wenig herausfordernde, aber cool inszenierte Bosse wir killen, sei es für eine der unzähligen Missionen oder einfach nur so zum Spaß, desto mehr Erfahrungspunkte wandern aufs virtuelle Konto. Jeweils drei Skill-Trees mit einer großen Auswahl an individuellen Fertigkeiten warten nämlich sehnsüchtig darauf, erweitert und ausprobiert zu werden. Von Schmetterangriffen über sich teleportierende Haustiere bis hin zu einem schwarzen Loch können die vier Kammerjäger noch so einige weitere Fähigkeiten vorweisen - und mit ihnen natürlich auch jede Menge Motivation und skurrile Momente, die wie so oft in den unzähligen kurzweiligen Stunden mit Borderlands 3 für diverse Lachanfälle sorgen. Wer besonders viel Wert auf die Skills legt, der zieht mit Agent Zane durch das Chaos, immerhin ist er der einzige Charakter, der zeitgleich zwei anstatt nur eine der aktiven Fertigkeiten verwenden kann. Alle anderen dürfen sich stattdessen mit gefühlt Trilliarden Waffen plus alternativen Feuermodi, Elementarschäden und absurden Hersteller-Boni austoben. Wer hat denn schließlich schon eine Abneigung gegen Raketenwerfer, die vergiftete Cheeseburger verschießen oder Granaten, die mit einem aufgebrachten "Doing, doing, doing" munter durch die Gegend hüpfen, bis sie sämtliche Gegner und deren vermeintliche Deckung in Hackfleisch verwandeln...? Eben. Niemand!

 

Bildergalerie von Borderlands 3 (8 Bilder)


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Sollten wir dann doch einmal müde werden, dann schnappen wir uns eben einen der vielen fahrbaren Untersätze, überfahren "aus Versehen" dass ein oder andere Wilduntier oder unvorsichtige Einwohner und inspizieren die riesige, in mehrere Areale unterteilte Spielwelt. Viele Geheimnisse und Sammelgegenstände entdecken wir zufällig, um diese dann bei verrückten Typen oder anderen Missionsgebern mit diversen Fetischen gegen Erfahrungspunkte und eine ordentliche Summe Bargeld einzutauschen. Wer etwa dem kultigen, niemals stummen Claptrap dabei hilft, sich mit fremdem Eigentum hübsch für die Weltherrschaft zu machen, der erhält zusätzlich Zugang zu neuen Wummen, Granaten und Händlern. Da jedes Teil einzigartig und die Auswahl gigantisch ist, kommt hier der Hang zum Ausprobieren stets zur Geltung - das variierende Waffenverhalten macht Laune und die Details an den Schießprügeln zeigen einmal mehr, wie viel Liebe zur visuellen Präzision die Herrschaften von Gearbox in ihren digitalen Spielplatz gesteckt haben. Nicht, dass nicht auch die Kulissen, Feinde und Freunde vor Details strotzen würden, aber angesichts der brachialen Daueraction inklusive stimmungsvollen, aber wenig anspruchsvollen Boss-Kämpfen und Monster-Jagden haben wir selten ein wirkliches Auge dafür. Und so sammeln, suchen, erkunden und vor allem ballern wir uns munter weiter kooperativ durch Pandora und genießen online mit bis zu drei, offline im Splitscreen mit einem einzelnen Mitspieler diesen neuen Stern mit alten Mustern am Shooter-Firmament.

 

Let's rock, loot and roll, Baby!


Das Fazit von: GloansBunny

GloansBunny

Auch wenn mit der Zeit der ein oder andere Spruch der Protagonisten bereits bekannt und Borderlands 3 nun Mal im Prinzip ein klassischer Shooter ist, so habe ich doch immer und immer wieder höllisch viel Spass mit dem abgefahrenen Baller-Klamauk. Zu groß ist die Auswahl an Waffen, zu verrückt die Vielfalt an Figuren, zu kurzweilig die präzise Spielmechanik, um Borderlands 3 länger stillschweigend auf der Festplatte ruhen zu lassen. Dumme Sprüche, verrückte Missionen und eine audiovisuell extrem gelungene Inszenierung sorgen ebenso für Langzeitmotivation, wie auch die vielen ulkigen Fertigkeiten der vier Kammerjäger. Ein absoluter Pflichtkauf, auch ohne Vorkenntnisse! Und verdammt, ja, Claptrap ist auch wieder dabei!


Die letzten Artikel der Redakteurin:


positiv negativ
  • Gigantische Auswahl an Waffen mit individuellen Eigenschaften
  • Gelungenes Skill-System mit ulkigen Fertigkeiten
  • Vier extrem coole (die coolsten?) Kammerjäger
  • Rabenschwarzer Humor, irrwitzige Situationen
  • Ordentlicher Gewaltgrad und unzählige Missionen
  • Skurrile Charaktere und Missionen
  • Stabiles, sehr ansehnliches Grafikgerüst auf der Xbox One X
  • Grandiose Vertonung und super Dialoge
  • Koop-Modus online (vier Spieler) und Splitscreen (zwei Spieler) möglich
  • Lange Ladezeiten nach Start des Spiels
  • Schwierigkeitsgrad könnte noch höher ausfallen
  • Manche Sprüche nutzen sich auf Dauer etwas ab





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