Brandzeichen der Hölle

Brandzeichen der Hölle

Originaltitel: Demonstone
Genre: Action • Thriller • Mystery • Horror
Regie: Andrew Prowse
Hauptdarsteller: Jan-Michael Vincent
Laufzeit: DVD (89 Min)
Label: Mr. Banker Films
FSK 18

Brandzeichen der Hölle   04.10.2019 von MarS

Einstmals indiziert wurde Brandzeichen der Hölle, ein Actionthriller mit Mystery- und Horrorelementen, im Jahr 2016 von der Liste der BPJM gestrichen. Bislang war der Film dennoch nur als leicht gekürzte VHS in Deutschland erhältlich, was sich mit der von Mr. Banker Films veröffentlichten DVD ändert...

 

Inhalt

 

Eigentlich wurde Buck (Jean Michael Vincent) gerade erst aus dem Militärdienst entlassen, da er einen persönlichen Rachefeldzug gegen den angesehenen Politiker Belfardo geführt hatte, doch eine blutige Mordserie führt ihn wieder zurück zum Stützpunkt der US-Marines auf den Philippinen. Bucks ehemaliger Kamerad McKee wird verdächtigt, mehrere Mitglieder des Belfardo-Clans bestialisch ermordet zu haben, die allesamt ein mysteriöses Brandmal auf der Stirn tragen. Gemeinsam mit Major Haines (R. Lee Ermey) versucht Buck, McKees Unschuld zu beweisen, doch der bricht aus dem Militärgewarsam aus und bereits kurz darauf ereignen sich weitere Morde. Auch wenn alle Beweise auf McKee deuten ist Buck fest davon überzeugt, dass jemand anderes die Taten begangen hat, und seltsamerweise befindet sich Bucks Freundin Sharon, eine Reporterin, stets in der Nähe der Tatorte...

 

Die Inhaltsangabe klingt ein bisschen seltsam? Keine Sorge, ist die Handlung von Brandzeichen der Hölle auch. Verzweifelt versucht der Film eine actionlastige Mördersuche mit okkulten Horrorelementen zu verbinden, was letzten Endes lediglich dazu führt, dass keines dieser Elemente wirklich gut ausgearbeitet wurde. Während sowohl die Actionszenen durchaus ansehnlich gestaltet wurden und auch die vereinzelten Mystery- und sogar Splattermomente ebenfalls zu gefallen wissen, sind diese so spärlich gesät, dass die übrige Zeit die Handlung sehr nichtssagend vor sich hinplätschert, ohne wirklich etwas Unterhaltsames zu liefern. Hätte sich Brandzeichen der Hölle vorab für eine Richtung entschieden, dann hätte das Ganze wirklich Potential gehabt, so jedoch wirkt alles eher gewollt als gekonnt. Trotz aller Mängel in der Inszenierung wird es einem als Zuschauer dennoch nie wirklich langweilig, denn die Leistung der Hauptfiguren ist absolut solide und auch die Szenen, in denen dann doch einmal etwas passiert, wurden recht ansprechend integriert. Wirklich spannend ist das Ganze natürlich nicht, und so richtig glaubwürdig wirkt Jean Michael Vincent als Ex-Marine im Gegensatz zu seinem Kollegen R. Lee Ermey auch nicht, irgendwie kann man dem typischen 80er B-Movie aber dennoch nicht böse sein.

 

Bildergalerie von Brandzeichen der Hölle (6 Bilder)

Details der DVD

 

Das Bild der DVD ist zwar nie wirklich scharf und durchsetzt von stetigem Rauschen, ist im Gesamtbild aber in Ordnung. Einem Vergleich mit neueren Produktionen hält das Ganze selbstredend nicht stand, immerhin ist das Bild aber nicht sonderlich anstrengend fürs Auge. Der Ton bietet weder Dynamik noch Räumlichkeit, ist aber gut verständlich und nicht zu dumpf abgemischt.


Das Fazit von: MarS

MarS

Brandzeichen der Hölle ist ein solider 80er B-Actioner, der sich die meiste Zeit über selbst im Weg steht. Als reinem Actionfilm fehlt es an Actionszenen, als Thriller mit Mystery- und Horrorelementen sind diese ebenfalls zu spärlich gesät. Was bleibt sind knapp 90 Minuten ordentliche Unterhaltung, die jedoch vor allem wegen R. Lee Ermey und der ein oder anderen kleinen Splatterszene Spaß macht, weniger wegen der Handlung. Fans von 80er B-Movies können ruhig einen Blick wagen, und dank Mr. Banker Films immerhin nun auch ungeschnitten auf einer brauchbaren DVD.


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