Demonic - Haus des Horrors
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BEWERTUNG |
30.10.2015 von MarSIn Demonic - Haus des Horrors treffen zwei Sub-Genres aufeinander, die inzwischen in der Welt des Horrors weit verbreitet sind: Found-Footage und Haunted-House. Ob dieses Rezept aufgeht soll folgende Kritik klären.
John schläft nicht mehr und wird von Visionen geplagt. Grund genug für seine Freundin, zusammen mit einer Gruppe Geisterjäger einen Ausflug ins "Livingston-Haus" zu machen, das als Spukhaus bekannt ist und immer wieder in Johns Visionen auftaucht, um dort den Ursprüngen mit Hilfe von jeder Menge technischem und paranormalem Equipment auf den Grund zu gehen. Als Detective Mark Lewis (Frank Grillo) eine Woche später zu dem Haus gerufen wird, entdeckt er ein Bild des Grauens. Im Haus liegen überall Leichen, zwei der Jugendlichen werden vermisst und lediglich John ist am Leben und ansprechbar. Der scheint jedoch unter Schock zu stehen und kann sich an nichts erinnern. Während die Polizeipsychologin Dr. Elizabeth Klein (Maria Bello) versucht an John und seine Erinnerungen heran zu kommen, untersucht Lewis das Haus und die dort gefundenen Videoaufnahmen, um Hinweise darauf zu erhalten, was genau in den letzten Tagen hier geschehen ist. Nach und nach kommen dabei immer mehr dunkle Geheimnisse ans Licht...
Demonic - Haus des Horrors ist ein grundsolider Vertreter des Horror-Genres und bietet dem Zuschauer altbekannte Kost im interessanten Gewand. Die Inszenierung bewegt sich dabei auf zwei Ebenen gleichzeitig. Zum einen wird das aktuelle Geschehen um den Detective dargestellt, der versucht die Ereignisse zu rekonstruieren und dabei entgegen seiner eigenen, wenig paranormalen Meinung immer seltsamere Geheimnisse zu Tage fördert, zum anderen verfolgt man als Zuschauer die Vorgeschichte zusammen mit den Darstellern mit Hilfe von Rückblenden in Form von gefundenen Kameraaufnahmen. Trotz dieser Zweiteilung und den daraus resultierenden Sprüngen im Ablauf schafft es Demonic - Haus des Horrors eine sehr gute Atmosphäre aufzubauen und einen spannend zu unterhalten. Der Horror konzentriert sich hier vor allem auf die düstere Stimmung währen den Found-Footage Aufnahmen und den darin enthaltenen Jumpscares, die allesamt zwar vorhersehbar sind, ihren Zweck auf Grund geschickter Platzierung und stimmiger Sounduntermalung dennoch nicht verfehlen.
Schauspielerisch gibt es keine negativen Ausreißer, auch wenn gerade die Jugendlichen sehr klischeehaft dargestellt wurden. Einzige Ausnahme bildet hier John alias Dustin Milligan, der als Visionen geschädigter Überlebender mit Gedächtnislücken sein Talent einzusetzen weiß. Maria Bello und Frank Grillo als bekannteste Gesichter in Demonic - Haus des Horrors liefern absolut solide und stimmige Arbeit in ihren Rollen.
Wie der Film selbst ist auch das Bild zweigeteilt. In den Szenen die in der Gegenwart spielen ist die Schärfe sehr gut, Kontrast und Schwarzwert sauber und die Farbgebung natürlich, im Found-Footage Material hingegen ist das Bild wie im Genre üblich oftmals verschwommen, verrauscht, unruhig und von allerlei Stilmitteln durchzogen. Der Ton liefert vor allem in Effekt- und Gruselszenen eine tolle Dynamik und bietet Einsatz für die gesamte Surround-Anlage, ansonsten ist die Tonspur allerdings sehr frontlastig und nur bedingt dynamisch und differenziert. Cover & Bilder © Tiberius Film Das Fazit von: MarS
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