New Eden

New Eden

Genre: Aufbauspiel • Workerplacementspiel
Autor: Benjamin Schwer
Illustrator: Dennis Lohausen
Spieleverlag: Schmidt Spiele
Empfohlenes Alter: 10
Spieldauer: 45-60 Minuten

New Eden   27.10.2023 von Born2bewild

„Unter dem Meer“ (wer hat noch die Krabbe Sebastian im Ohr?)…könnte das Leben bald weitergehen, wenn das Wasser weiter steigt. Mit diesem Szenario setzt sich New Eden auseinander, bei dem Ihr versucht, innerhalb von 3 „Jahren“ eine Tiefseestation zu errichten, um den Fortbestand der Menschheit zu sichern. Ob uns das Spielprinzip zugesagt hat oder es doch nur für eine marianengrabentiefe Wertung gereicht hat, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Spielmaterial und Aufbau

 

Der Großteil des Spielmaterials besteht aus Karton, weshalb man einige Stanzbögen zum Auspöppeln hat. Außerdem liegen dem Spiel drei Anleitungen auf Deutsch, Englisch und Französisch bei. Das Kartoninlay beschränkt sich auf eine Aufteilung in zwei kleine Fächer und ein großes. In diesen finden im Auslieferungszustand zwei eingeschweißte Kartenstapel und zwei Zippbeutel mit den Holzmarkern und -figuren Platz. Letztere wurden, aufgrund des Settings in Anlehnung an die Meeple auf „Deeple“ getauft. Auf den ersten Blick ganz nette Figuren, doch sie bergen mehr Details als man denkt. Auf der einen Seite sind sie so bedruckt, dass sie wie ein U-Boot aussehen, auf der anderen als wären sie ein Taucher. Diese Gestaltung fügt sich ebenfalls super in das Setting ein. Die beigelegten Karten sind von guter Qualität und haben auch ein ansprechendes Design. Diese müssen für den Spielaufbau jeweils nach ihren Rückseiten sortiert und gemischt werden. So entstehen acht Stapel, die nach dem Alphabet und den Zahlen auf der Rückseite neben dem Spielbrett positioniert werden.

 

Wichtig beim Spielbrett ist, dass die Seite A oben liegt. Über den Karten werden noch die Bonuskarten bereitgelegt. Die Zählleiste wird auch für alle erreichbar in die Tischmitte gelegt. Hierauf legt ihr schon einmal die Marker in eurer Wunschfarbe ab. Außerdem nehmt Ihr Euch ein Stationstableau, die anderen Marker, einen Sichtschirm, einen Deeple und zehn Münzen und legt sie vor euch ab. Der dunkelrote Zeiger wird mitsamt dem Marker ganz links auf euer Tableau gelegt. Die ersten Stationen werden so gedreht, dass die „-6“ oben ist. Rechts legt ihr noch jeweils die Sauerstoffkarten mit den Werten eins und zwei an. Die mit der Drei werden als Vorrat bereitgelegt, ebenso wie das übrige Spielmaterial. Dann werden die Karten des Stapels A1 aufgedeckt und auf dem Spielplan verteilt. Außerdem werden zwei Karten des Bonusstapels offen neben den Nachzugstapel gelegt. Wichtig ist, dass ihr in alle Richtungen eurer Station genug Platz habt. Dann kann das Spiel auch schon losgehen.

 

Ziel des Spiels

 

Symbolisch gesehen habt ihr drei Jahre Zeit, um eine ansehnliche Station zu bauen. Das wird in drei Runden dargestellt, in denen ihr die Station ausbaut, Deeples umherschickt und so Siegpunkte sammelt. Nach drei Runden, die jeweils in vier Phasen (A, B, C und D) aufgeteilt sind, endet das Spiel. Die Station mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel.

 

Die Anleitung

 

Die Anleitung ist sehr übersichtlich gestaltet und gut strukturiert. Mit zwölf Seiten wirkt sie zwar etwas umfangreicher, was sich aber bei näherer Betrachtung als falsch rausstellt, da wirklich sehr viele Bilder und Beispiele enthalten sind.

 

Auf Tauchstation…

 

Jede Runde beginnt mit der Entwicklungsphase. Jetzt hat man die Wahl zwischen drei Aktionen. Man kann Karten aus dem allgemeinen Vorrat vom Spielplan kaufen und so seine Basis erweitern oder man kann seine Stationsmodule (Karten) mithilfe seiner Deeples aktivieren. Im ersten Schritt wählt man sich eine Karte, bezahlt die angegebene Menge an Gold (und gegebenenfalls Schaden) und legt sie an seine Station an. Wichtig ist hierbei, dass man die Reihenfolge seiner Module nicht verändert. Dafür gibt die Station an, wo ihr die Karten anlegen könnt. Bei der zweiten Möglichkeit, dürft ihr für je einen Sauerstoff eure Meeple ein Modul vom Zentrum eurer Station herausbewegen. Habt ihr beispielsweise zwei Muschelhabitate, so müsst ihr zwei Sauerstoff verwenden, um das Äußerste zu erreichen. Um das darzustellen wird die jeweilige Sauerstoffkarte umgedreht. Sobald ihr eure Startmodule zu je sechs Münzen gekauft hat, zählen sie als zusätzliches Feld. Die dritte Möglichkeit ist eigentlich keine Aktion, sie lautet Passen. Sobald Ihr alle gepasst habt, endet die aktuelle Phase und es geht weiter mit Phase B.

 

Dabei wird das Spielfeld auf die Schwarzmarktseite umgedreht. Ihr erhaltet alle verdeckt drei Karten vom B-Stapel und dürft euch nun aussuchen, ob ihr diese kauft. Die Kosten sind eine, drei oder sechs Münzen zuzüglich Schaden im selben Wert. Nachdem ihr eure Entscheidungen getroffen habt, dürft ihr eure verbliebenen Karten verdeckt auf das Schwarzmarkttableau legen. Wenn das geschehen ist, startet Phase C, die Versteigerung.

 

Die Startspieler*in bestimmt, welche Reihe zuerst versteigert wird und ihr bietet um die Wette. Sobald die erste Reihe versteigert ist, wird das Geld bezahlt. Falls ihr in eurer ersteigerten Reihe freie Felder habt, dürft ihr, nachdem ihr die gekauften Module angelegt habt, für jedes dieser Felder eine Sauerstoffkarte einsetzen, um Deeples zu bewegen und so Module zu aktivieren. Nachdem alle Reihen versteigert sind, folgt die Phase D.

 

In Phase D erfolgt die Rundenwertung, bei es erst die Boni der Bonuskarten gibt. Es gibt Geld oder Siegpunkte für bestimmte Module und erfüllte Bedingungen. Dann werden die Deeple wieder auf ihre Startfelder gelegt, die Sauerstoffkarten umgedreht, die Vorfallmarker (mit ihnen kann man in Phase A Geld bekommen) wieder abgelegt und der Spielplan wieder auf Seite A gedreht. Dann geht es weiter mit der nächsten Runde.

 

Das geht so lange, bis drei Runden gespielt wurden. Anschließend geht es an die Schlusswertung, bei der es noch einige Punkte zu verdienen gibt. Wichtig ist, dass es die Siegpunkte außerhalb der Station – also für die Modulkarten - nur dann gewertet werden, wenn die Station „stabil“ ist, also der Schadensmarker sich links unterhalb des roten Zeigers befindet. Ist das nicht der Fall, geht eure Schlusswertung dafür sehr schnell. Am Ende gewinnt die Station mit den meisten Siegpunkten.

 

Bildergalerie von New Eden (9 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 45 Holzfiguren
  • 8 Spielersteine
  • 4 Zeiger
  • 114 Karten
  • 4 Spielertableaus
  • 1 Kartentableau
  • 1 Zählerleiste
  • 45 Münzen
  • 12 Vorfallmarker
  • 4 Versteigerungsmarker
  • 16 Ausbauplättchen
  • 4 50/100er Plättchen
  • 4 Sichtschirme
  • 1 Nautilusmarker
  • 3 Spielanleitungen (Deutsch, Englisch, Französisch)


Cover & Bilder © Cover: Schmidt Spiele / Bilder im Artikel und Teaserbild: www.sofahelden.de


Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

New Eden ist ein sehr interessantes Familienspiel, das im Kern eine Art Building- beziehungsweise Workerplacementkomponente hat. Besonders schön finde ich das Design des Spiels, bei dem die Module auch optisch gut an die Station angelegt werden können und so eine Einheit bilden. Ein leichter Nachteil ist der Platz, den jede*r für sich braucht. Hier hätte man ein wenig Platz sparen können, wenn man die Werften und die Sauerstoffmodule nicht Horizontal, sondern vertikal ausgerichtet hätte (ähnlich der anderen Module). Aber das ist im Endeffekt nicht weiter schlimm. Mir gefällt auch das Detail der Deeple, die einerseits U-Boote, andererseits Taucher darstellen. Alles in allem ein solides Familienspiel, das ich hier mit sehr guten 9/10 Punkten bewerte.


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