Roll for Adventure

Roll for Adventure

Genre: Würfelspiel • Abenteuer
Autor: Matthew Dunstan, Brett J. Gilbert, Franz Vohwinkel
Spieleverlag: Kosmos
Empfohlenes Alter: 10
Spieldauer: 30 Minuten
Anzahl Spieler: 2-4

Roll for Adventure   02.04.2019 von Born2bewild

Im neuen kooperativen Spiel Roll for Adventure versuchen die Spieler das alte Königreich vor zahlreichen Monsterscharen zu beschützen. Diese wurden vom dunklen Lord ausgesandt, der nur durch die sagenumwobenen Machtsteine besiegt werden kann. Wir berichten Euch, ob sich die Verteidigung des Königreichs lohnt oder wir uns die Finsternis des dunklen Lords herbeigewünscht haben…

 

Das Material und die Vorbereitung

 

Die Gestaltung der Verpackung von Roll for Adventure passt sehr gut zum Abenteuer im Titel. Im Inneren des robusten Kartons findet der Spieler erst einmal jede Menge Stanzbögen mit Spielmaterial vor. Allen voran die vier dreieckigen Elemente, die später das Spielbrett formen. Schon hier fällt auf, dass Roll for Adventure kein klassisches Brettspiel ist, denn die einzelnen Elemente können nach gewünschter Schwierigkeit beliebig mit ihrer Vorder- und Rückseite kombiniert werden. Die Gestaltung des Spielmaterials ist sehr gut gelungen und lässt die Vorfreude auf die ersten Abenteuer steigen. Besonders hervorzuheben sind die marmorierten Würfel und die kleinen Totenschädel, die später den Schaden der einzelnen Gebiete darstellen.

 

Der Aufbau des Spiels beginnt mit dem Zusammenstecken der vier Dreiecke zu einem quadratischen Spielbrett. Außerdem wird noch die Kartenablage, eine der Abenteuertafeln, der „Strudel der Erinnerungen“ und die Vorratsschatulle mit Machsteinen an die Ecken gelegt. Jeder der Spieler erhält Würfel in einer Farbe und eine Heldentafel. Die einzelnen Gebiete werden jeweils noch mit einem Totenkopf auf der Schadensleiste versehen. Dann werden noch die Spielkarten – bis auf die besonderen Feinde – gemischt und auf drei Stapel aufgeteilt. Der „Meister der Schatten“ wird in einen der Stapel gemischt, der dann zwischen die anderen gelegt wird und so als Nachziehstapel auf der Kartenablage fungiert. Nachdem die Übersichtskarten verteilt wurden, darf der heldenhafteste Spieler beginnen.

 

Die Anleitung

 

Die Anleitung ist etwas größer als DIN A4 und hat acht Seiten. Wichtig sind aber die Seiten 3-6, der Rest beinhaltet Sonderregeln und die Spielvorbereitung, die man einfach Schritt für Schritt durcharbeiten kann. Sie ist sehr verständlich geschrieben und gut bebildert. Wir schätzen, dass es ungefähr 10 Minuten braucht, um die Regeln zu lesen und zu verstehen. Es ist allerdings sehr wahrscheinlich, dass man das eine oder andere in den ersten Runden noch einmal nachliest.

 

Spielziel

 

Ziel des Spiels ist es, den „Meister der Schatten“ zu besiegen, indem man alle Machtfelder der Abenteuertafel mit Machtsteinen versieht. Gelingt das, ist das Spiel gewonnen. Man verliert, wenn eins der Gebiete zerstört wird oder, wenn keiner der Spieler mehr Würfel zur Verfügung hat. Dann triumphiert der „Meister der Schatten“.

 

Der Spielablauf

 

Das Spielprinzip hat gewisse Ähnlichkeiten mit Würfelspielen wie Kniffel. Man würfelt und legt seine Würfel entweder auf Gebiete, um Aufgaben zu erfüllen und so Machtsteine zu bekommen oder um Monster zu besiegen. Außerdem kann man durch das Erfüllen von Aufgaben auch Bonuswürfel erhalten. Bei der Auswahl der Würfel gilt es zu beachten, dass man immer nur gleiche Zahlen auf ein einziges Gebiet legen kann. Die restlichen Würfel dürfen so lange gewürfelt werden, bis sie aufgebraucht werden. Nach der Würfelphase kommen die Gegner durch Aufdecken der obersten Karte vom Nachziehstapel ins Spiel. Wenn schon Gegner vorhanden sind, die in ihrer Wertigkeit niedriger als der gezogene Gegner sind, greifen diese zuerst ihr Gebiet an. Dann greift der eben aufgedeckte Gegner an. Beim Angriff werden entweder Würfel entfernt oder das Gebiet erhält einen Schaden. Somit versucht man möglichst jedes Gebiet mit zumindest einem Würfel zu bestücken um eine Art Schutz für das Gebiet zu haben. Außerdem sollte man Gegner mit niedrigen Werten besiegen, damit sie in der Gegnerphase keinen zusätzlichen Schaden verursachen. Würfel, die bei einem Angriff vom Gebiet entfernt werden, legt man in die Spielfeldmitte, in den „Strudel des Vergessens“. Sie können in der Spielerphase mit dem „Strudel der Erinnerung“, auch durch Ausspielen von Würfeln, zurückgeholt werden. Gefährlich wird es, sobald der „Meister der Schatten“ ins Spiel kommt, denn er sorgt für viele Angriffe und Schaden, der nicht durch Würfel abgewehrt werden kann. Außerdem wird er auch immer wieder neu in den Stapel eingemischt, so dass er gegen Ende des Spiels immer häufiger zum Vorschein kommt. Das Spiel endet, sobald entweder alle Machtsteine gesammelt wurden, eins der Gebiete zerstört wurde oder keiner der Spieler mehr Würfel zur Verfügung hat. Nur bei Ersterem hat man den „Meister der Schatten“ besiegt.

 

Der Schwierigkeitsgrad ist so schon sehr knackig. Wer es noch schwieriger haben möchte, kann jeweils die B-Seiten der Spielplanteile benutzen oder die besonderen Feinde mit in den Gegnerstapel mischen. Dadurch ergeben sich einige mögliche Variationen, da man jeden Spielplanteil einzeln umdrehen kann.

 

Bildergalerie von Roll for Adventure (9 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 4 Spielplanteile
  • 20 Heldenwürfel
  • 4 Bonuswürfel
  • 4 Schädel
  • 1 Gebietswürfel
  • 10 Heldentafeln
  • 4 Abenteuertafeln
  • 54 Spielkarten
  • 1 Grenzstab
  • 5 Kettenplättchen
  • 4 Verbindungsstücke
  • 1 Strudel der Erinnerung
  • 8 Machtsteine
  • 6 Barriere-Plättchen
  • 4 Spielende-Plättchen
  • 1 Vorratsschatulle
  • 1 Kartenablauge
  • 1 Spielanleitung

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Roll for Adventure überzeugt nicht nur durch ein einfaches, aber fesselndes Spielprinzip, sondern auch durch das Spielmaterial, das neben den hübschen Würfeln und den kleinen Schädeln, einfach im Ganzen besticht. Durch die Variationsmöglichkeiten des Spielbretts, der zusätzlichen Monster und der 10 verschiedenen Helden gibt es auch immer wieder Möglichkeiten Abwechslung ins Spiel zu bringen. Der knackige Schwierigkeitsgrad kann schon mal frustrieren, aber da muss man durch. Für mich auf alle Fälle einen Geheimtipp wert mit 8/10 Punkten.

 

Josi:

Ich kann mich Alex nur anschließen. Dieses Spiel ist wirklich schwierig, aber jede Runde ist anders. Wir konnten es sogar mit unserem 6-Jährigen spielen, für den es vom Spielprinzip her einfach zu erfassen war. Gewonnen haben wir leider nicht oft, aber das kann ja auch anspornen. Für mich ist das Spiel eine 9 von 10 Punkten, da ich nur den Schwierigkeitsgrad als teilweise negativ bewerten würde für ein Familienspiel.


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