Sword of the Demon Hunter - Vol. 01

Sword of the Demon Hunter - Vol. 01

Originaltitel: Kijin Gentou Shou
Genre: Fantasy • Action • Abenteuer
Regie: Kazuya Aiura
Laufzeit: BD (315 Min)
Label: Plaion Pictures / KSM Anime
FSK 16

Sword of the Demon Hunter - Vol. 01   02.10.2026 von MarS

Mit Sword of the Demon Hunter veröffentlicht Plaion Pictures / KSM Anime eine Fantasy-Animeserie, deren Geschichte gerne einmal mit der deutlich bekannteren Demon Slayer Reihe verglichen wird - und dabei zumeist den Kürzeren zieht. Dennoch haben wir natürlich einen Blick für Euch gewagt...

 

Inhalt

 

In dem abgeschiedenen Bergdorf Kadono dient schon seit Menschengedenken stets eine sogenannte "Itsukihime" dem Schrein des Dorfes, und wird dabei von einem auserwählten Wächter beschützt. Jinta ist einer dieser Wächter, obwohl er einst mit seiner kleinen Schwester Suzume aus seiner eigenen Heimat geflüchtet ist und zunächst nur als Fremder in Kadono aufgenommen wurde. Als jedoch seine erste wahre Freundin Shirayuki sich dazu entschlossen hat, die nächste "Itsukihime" zu werden, hatte Jinta beschlossen, sich ebenfalls dem Schutz Kadonos zu verschreiben, um Shirayuki weiterhin sehen zu können. Doch eines Tages wird Jinta von zwei Dämonen hinters Licht geführt, wodurch sich Suzume ebenfalls in einen Dämon verwandelt und die hilflose Shirayuki tötet. Jinta verliert bei dem Vorfall ebenfalls seine Menschlichkeit, und streift fortan von Rache getrieben durchs Land, um Jagd auf Suzume zu machen. Denn sie soll es sein, die in 170 Jahren zum Dämonengott werden und die Menschheit in den Abgrund stürzen wird...

 

Eine düstere Ausgangslage, ein melancholischer, von Rache getriebener Ronin als Hauptfigur, und der stetige Kampf gegen Dämonen als zentraler roter Faden. Sword of the Demon Hunter legt gerade in den ersten Episoden einen hervorragenden Grundstein, der zweifellos das Interesse des Publikums weckt und auf einen ebenso actiongeladenen wie auch dramatischen Anime hoffen lässt. Leider erfüllt Sword of the Demon Hunter diese Hoffnung in den ersten 12 Episoden allerdings nur zum Teil, denn nach dem emotional aufgeladenen und erzählerisch packenden Einstieg verlagert die Serie ihren Fokus auf diverse Einzelgeschichten (zumeist in zwei Episoden aufgeteilt), die zwar in sich geschlossen erzählt werden und durchaus ansprechende Handlungsfäden spinnen, dabei aber nur gelegentlich eine Verbindung zur eigentlichen Haupthandlung aufweisen. Dadurch entsteht ein sehr episodenhafter Gesamteindruck, der die anfangs eingeführte Geschichte beinahe sträflich vernachlässigt. Ebenso vernachlässigt werden dabei die Actionszenen, die nur spärlich vorhanden sind und ebenso schnell wieder vorbei sind wie sie auftauchen. Stattdessen fokussiert sich Sword of the Demon Hunter auf seine Charaktere, deren zwischenmenschlichen Beziehungen sowie deren Einzelschicksale, was das gesamte Geschehen sehr dialoglastig und ruhig voranschreiten lässt, dabei aber immerhin dafür sorgt, dass die Hauptfigur ein paar ansprechende und glaubwürdige Entwicklungen vollzieht und immer wieder seine eigenen Beweggründe hinterfragt. Das ist stellenweise wirklich interessant, emotional aufgeladen und überaus dramatisch, und sorgt zudem dafür, dass man dem Ronin Jinta gerne weiter folgt, letztendlich wirkt das alles aber dann doch etwas zu ereignisarm und sogar repetitiv. Man kann nur hoffen, dass Sword of the Demon Hunter in der zweiten Staffelhälfte noch einmal deutlich an Tempo zulegt, oder sich dann zumindest etwas stärker auf seine eigentliche Hauptgeschichte konzentriert. Verstärkt wird diese Hoffnung allerdings durch die finalen Episoden der ersten Staffelhälfte, in denen sich die Handlung zum Schluss noch einmal auf die Rückkehr zu den Anfängen besinnt und damit den Kreis der Geschichte schließt - auch wenn die letzte Episode mitten im Geschehen endet, und somit für eine unschöne Wartezeit bis zur nächsten Volume sorgt...

 

Die Animationen stammen aus dem Studio Yokohama Animation Lab, dem bislang ein größerer Erfolg und somit auch größere Bekanntheit verwehrt geblieben ist. Ein wenig wird dieser Umstand auch durch Sword of the Demon Hunter erklärt, denn auch wenn die Animationen zu Beginn noch recht detailliert und insgesamt ansprechend in der Ausarbeitung sowie bei den Charakterdesigns wirken, fällt mit zunehmender Laufzeit doch auf, dass sich der Detailumfang in überschaubaren Grenzen hält und Hintergründe sowie Locations nur wenig Abwechslung zu bieten haben. Ähnliches gilt für das Design der Monster beziehungsweise Dämonen. Ebenfalls als lediglich zweckdienlich erweisen sich sowohl der Score, als auch Opening- und Ending-Songs, die zwar durchaus harmonisch klingen, jedoch nicht wirklich im Ohr bleiben oder nennenswerten Wiedererkennungswert mit sich bringen. Die deutsche Synchronfassung hingegen ist durchwegs hochwertig und gelungen. 

 

Details der Blu-ray

 

Die Blu-ray zeichnet sich durch ein sauberes, kontraststarkes und farbenfrohes Bild aus, das insgesamt einen sehr guten und positiven Gesamteindruck hinterlässt. Die Tonspur bietet eine schön ausbalancierte, angenehme Abmischung mit klarer, verlustfreier Dialogwiedergabe, die jedoch nur selten die Möglichkeit bekommt, sich etwas atmosphärischer und weitläufiger zu zeigen. 

 

Bildergalerie von Sword of the Demon Hunter - Vol. 01 (10 Bilder)

Details der Edition

 

Plaion Pictures / KSM Anime veröffentlicht Volume 1 von Sword of the Demon Hunter als Digipak im O-Card Schuber, der in einer Sammelbox mit Platzhalter für Volume 2 steckt. Der Sammelschuber zeigt auf dem Cover ein harmonisches Motiv mit Jinta, Suzume und Shirayuki vor dem Kadano-Schrein, wogegen auf der Rückseite ein düsteres Motiv von Jinta und Suzume in ihrer Dämonenform zu sehen ist. Eine J-Card mit Inhaltsangaben und Details zur ersten Volume, die mit einem leicht ablösbaren Klebestreifen auf der Front fixiert wurde, umschließt den Sammelschuber. Das Digipak präsentiert auf dem Cover eine Bildmontage von Jinta, Suzume, Shirayuki sowie zwei Dämonen, und nimmt damit Bezug auf die erste Episode der Serie, die Rückseite zeigt dagegen die wichtigsten und wiederkehrenden Figuren der restlichen ersten Staffelhälfte. Auf dem O-Card Schuber sind die gleichen Motive zu sehen wie auf dem Digipak, allerdings wurde hier ein edel wirkendes Hochglanzfinish verwendet.

 

Episodenguide

 

  • Episode 01 - Dämonen und Menschen
  • Episode 02 - Die Tochter des Dämons
  • Episode 03 - Das Ding, das alles verschlingt (Teil 1)
  • Episode 04 - Das Ding, das alles verschlingt (Teil 2)
  • Episode 05 - Der Garten des Glücks (Teil 1)
  • Episode 06 - Der Garten des Glücks (Teil 2)
  • Episode 07 - Der verfluchte Abend von Kudanzaka
  • Episode 08 - Das Kanzashi des Blumenabends (Teil 1)
  • Episode 09 - Das Kanzashi des Blumenabends (Teil 2)
  • Episode 10 - Yotaka im Regen
  • Episode 11 - Trunkene Träume im letzten Schnee (Teil 1)
  • Episode 12 - Trunkene Träume im letzten Schnee (Teil 2)


Cover & Bilder © Plaion Pictures / Produktfotos: www.sofahelden.de


Das Fazit von: MarS

MarS

Nach einem starken Einstieg (mit gut 50 Minuten für die erste Episode sogar in Überlänge) verliert sich Sword of the Demon Hunter zunehmend in einer episodenhaften Erzählung, die sich nur selten mit der eigentlichen Hauptgeschichte beschäftigt. Die Einzelabenteuer sind jedoch durchwegs ansprechend und bieten teilweise sehr emotionale, dramatische Geschichten, die in Verbindung mit der charakterlichen Weiterentwicklung der Hauptfigur Jinta sowie vereinzelten Rückblicken in dessen Vergangenheit dennoch dafür sorgen, dass man als Zuschauer weiter interessiert bleibt. Zudem weckt das Finale der ersten Staffelhälfte ausreichend Hoffnung darauf, dass Sword of the Demon Hunter den episodenhaften Aufbau in der zweiten Hälfte hinter sich lassen wird, und sich dann endlich den vielen offenen Fragen widmet, die bisher aufgekommen sind. Der Beginn ist durchaus ordentlich, wohin sich Sword of the Demon Hunter entwickelt bleibt spannend...


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