![]() |
Symbiose
|
BEWERTUNG |
03.03.2026 von 2-PL4Y3R5Symbiose erschien in der Spielreihe „Einfach! Schnell! Clever!“ von Pegasus Spiele. Es ist eines dieser Spiele, bei denen jeder Spieler verdeckte Karten vor sich ausliegen hat und sie im Spielverlauf allmählich aufdeckt, austauscht und umsortiert. Welche Karten und wie diese am Ende der Partie ausliegen, bestimmt dann, wie viele Siegpunkte man geschafft hat. Natürlich gibt es auch ein paar Besonderheiten, die Symbiose von anderen Spielen dieser Kategorie abheben. Ob diese Besonderheiten unserer Meinung nach einen Kauf rechtfertigen, das verraten wir euch hier.
Das Material und die Vorbereitung
Symbiose kommt mit extragroßen Karten daher (79 x 120 mm), obwohl diese gar nicht viele kleine Informationen zeigen. Dennoch ist das besonders praktisch, denn man kann so alle Karten der Mitspieler im Blick behalten, auch wenn man am anderen Ende des Tisches sitzt. Und das kann durchaus hilfreich bei taktischen Entscheidungen sein. Auch toll: In der winzigen Schachtel gab es sogar noch Platz für einen Wertungsblock, der bei anderen kleinen Kartenspielen häufig fehlt.
Schauen wir uns nun den Spielaufbau an: Alle Karten werden verdeckt gemischt. Dann erhält jeder Spieler 8 Karten, die er in zwei Reihen zu je 4 Karten verdeckt vor sich auslegt. So bildet jeder Spieler seinen eigenen „Teich“. Zusätzlich kommen 4 Karten offen in die Mitte der Spielfläche, die den „Fluss“ bilden. Achtung: Im Spiel zu zweit wird der Fluss um 4 weitere verdeckte Karten ergänzt. Zuletzt decken alle Spieler eine beliebige Karte ihres Teichs auf. Nun geht es los.
Das Spielziel
In Symbiose geht es darum, wer am Ende des Spiels die meisten Siegpunkte vor sich ausliegen hat. Der Clou dabei ist: Wenn eine Karte eine variable Punktzahl gibt, bezieht sich diese nicht immer auf die eigene Auslage. Die zwei Karten links im eigenen Teich beziehen sich auf die gesamte Auslage des linken Nachbarn, die zwei Karten rechts im eigenen Teich beziehen sich auf die Auslage des rechten Nachbarn, und nur die vier Karten im Zentrum des eigenen Teichs beziehen sich auf die eigene Auslage. Man muss also ständig im Blick behalten, was in den benachbarten Teichen so passiert. Im Spiel zu zweit fungiert der Fluss gleichzeitig als Teich eines fiktiven dritten Spielers, der bei der Wertung der eigenen Teiche relevant sein wird!
Der Spielablauf
Ist man am Zug, wählt man zuerst eine Karte aus dem Fluss, die man in seinen Teich aufnehmen möchte. Das kann eine offene Karte aus dem Fluss sein oder – in der 2-Spieler-Variante – auch eine verdeckte Karte. Wählt man eine verdeckte Karte, so darf man sich diese zuerst anschauen.
Im zweiten Schritt entscheidet man sich, welche Karte aus dem eigenen Teich man durch die gewählte Karte aus dem Fluss ersetzen möchte. Hier gilt es einiges zu beachten: Je nachdem, ob eine variable Wertung der neuen Karte besser zum eigenen Teich oder zu den Teichen der Nachbarn passt, sollte sie eine Karte rechts, zentral oder links im Teich ersetzen. Man kann sowohl eine offene als auch eine verdeckte Karte in seinem Teich ersetzen. Wählt man eine offene Karte, so muss man danach eine andere, noch verdeckte Karte seines Teichs offenlegen.
Zu guter Letzt wandert die Karte, die zuvor im eigenen Teich lag, offen in den Fluss. So gibt es einen stetigen Austausch zwischen dem Fluss und den Teichen der Spieler. Auch im 2-Spieler-Spiel werden die verdeckten Karten des Flusses allmählich aufgedeckt. Sollten in der 2-Personen-Variante am Spielende noch verdeckte Karten im Fluss liegen, werden diese vor der Wertung aufgedeckt.
Nach der siebten Runde – sobald alle acht Karten aufgedeckt sind – hilft der Wertungsblock dabei, die Punkte für alle acht Karten im eigenen Teich zusammenzuzählen. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Ihr fragt euch, woher der Titel Symbiose kommt? Bei Gleichstand sei die perfekte Symbiose gelungen – einen Tiebreaker gibt es nicht.
Spielmaterial
Cover & Bilder © Cover: Pegasus Spiele GmbH / Bilder im Artikel und Teaserbild: www.sofahelden.de Das Fazit von: 2-PL4Y3R5
|
|

Kurz zum Kartenaufbau: Jede Karte zeigt oben groß ein Tier (Libelle, Fisch, Schnecke oder Frosch) vor einer Farbe, welche eine Jahreszeit darstellen soll (Frühling: pink; Sommer: grün; Herbst: orange; Winter: blau). Wer die Farben nicht auseinanderhalten kann, der konzentriert sich einfach auf die Ränder der Farbflächen, welche unterschiedliche Formen passend zu den Jahreszeiten haben: Blüte, Blatt, Ahornblatt und Schneeflocke. Das untere Drittel einer jeden Karte zeigt, wofür sie genau Punkte gibt: entweder einen fixen Wert oder einen variablen Wert, abhängig von der Anzahl z. B. pinker Karten oder Karten mit Fröschen.
Symbiose wird über insgesamt 7 Runden gespielt, in denen alle Spieler im Uhrzeigersinn genau einen Spielzug ausführen. Unabhängig vom gewählten Spielzug wird jeder Spieler nach seinem Zug eine zuvor verdeckte Karte offengelegt haben. Am Spielende, nach Runde 7, werden dann alle acht Karten offenliegen, sodass die Endwertung stattfinden kann.




Kommentare[X]