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Cold Storage
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BEWERTUNG |
05.07.2026 von MarSEin Lagerhaus, ein Pilz-Parasit, und dazu Liam Neeson und Joe Keery. Was braucht man mehr für eine spaßigen Filmabend? Ob uns der Trailer zu Cold Storage zu viel versprochen hat, oder die Science-Fiction-Horrorkomödie wirklich so viel Spaß macht, das erfahrt Ihr in unserer Kritik...
Es ist ein echter Albtraum. Eigentlich wollte Travis (Joe Keery) nur eine weitere Nacht als Sicherheitsmann im Self-Storage Lagerhaus mitten im Nirgendwo verbringen, doch seine neue Kollegin Naomi (Georgina Campbell) interessiert sich viel mehr für ein ungewöhnliches Piepen, das aus den Wänden zu kommen scheint. Widerwillig macht sich Travis auf die Suche nach der Ursache, nur um festzustellen, dass das Lagerhaus offensichtlich auf einer alten Militärbasis errichtet wurde, die vor vielen Jahren zur Lagerung von biologischen Fremdkörpern genutzt wurde. Dumm nur, dass ausgerechnet ein aggressiver außerirdischer Pilz die Zeit genutzt hat, um zu mutieren, und sich nun seinen Weg in die Freiheit zu bahnen. Während für Travis und Naomi ein Kampf ums nackte Überleben beginnt, macht sich der pensionierte Ex-Bioterrorismus-Experte Robert Quinn (Liam Neeson) auf den Weg, um die sich stetig ausbreitende Bedrohung um jeden Preis einzudämmen...
Als Drehbuchautor hat David Koepp in der Vergangenheit eine Menge bleibenden Eindruck hinterlassen, als Romanautor steht er dagegen noch am Anfang. Wieso also nicht beides miteinander verbinden, und kurzerhand das Drehbuch zur Verfilmung des eigenen Debütromans Cold Storage - Es tötet schreiben? Gesagt getan, und herzlich Willkommen zu Cold Storage!
Cold Storage gibt sich bewusst klischeebehaftet und genretreu, und versprüht dadurch nicht zuletzt auch in Verbindung mit seinem klassischen B-Movie Charme herrliche Retro-Vibes, die an Filme wie beispielsweise Der Blob (in der 1988er Version) erinnern. Das Ganze wird dabei weniger durch seine Geschichte, sondern vielmehr den hervorragend aufgelegten Cast, die tolle Balance zwischen Action und schwarzem, äußerst trockenem und makabrem Humor sowie einem hohen Gore- und Ekelfaktor zusammengehalten, was im Zussammenspiel tatsächlich eine Menge Spaß macht und großartig zu unterhalten weiß. Der handwerklich hochwertige Stil, der tolle Soundtrack sowie zahlreiche herrlich bizarre und skurrile Einfälle tragen unterdessen ihr Übriges dazu bei, dass Cold Storage durchwegs kurzweilig bleibt, auch wenn Überraschungen oder erzählerische Finesse ausbleiben. Im Mittelpunkt stehen hier aber ohnehin Georgina Campbell und Joe "Steve Harrington" Keery, die wunderbar natürlich und glaubwürdig miteinander agieren, und deren Zusammenspiel für genügend Identifikationspotential für den Zuschauer wie auch Dynamik innerhalb der Ereignisse sorgt. Beinahe austauschbar bleibt da im Gegenzug Liam Neeson, der zwar souverän seine Rolle ausfüllt, letztendlich aber nur wenig zum eigentlichen Geschehen beizutragen hat. Letztendlich ist aber genau das auch gut so, denn so können sich die wahren Hauptfiguren so richtig austoben, und der Mischung aus Science-Fiction-Horror und Splatter-Komödie ihren ganz eigenen Stempel aufdrücken - ein Stempel, der durchaus Laune macht...
Details der DVD
Obwohl uns für unsere Kritik lediglich die DVD-Pressedisc zur Verfügung stand, weiß bereits diese qualitativ durchwegs zu gefallen. Das Bild ist selbst in der SD-Variante unerwartet scharf und detailliert und überzeugt sowohl durch einen hervorragenden Kontrastumfang wie auch satte, kräftige Farben. Der Schwarzwert ist ebenfalls sehr gut eingestellt. Die Tonspur liegt wie gewohnt einer Dolby Digital 5.1 Abmischung vor, die sich durchaus dynamisch und kraftvoll präsentiert. Auch die umliegenden Boxenbereiche werden atmosphärisch für Effekte und Umgebungsgeräusche eingebunden, während die Dialoge stets sauber, klar und verlustfrei wiedergegeben werden. Cover & Bilder © Studiocanal GmbH / Reiner Bajo Das Fazit von: MarS
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