John Wick: Kapitel 3

John Wick: Kapitel 3

Originaltitel: John Wick: Chapter 3 - Parabellum
Genre: Action • Thriller
Regie: Chad Stahelski
Hauptdarsteller: Keanu Reeves
Label: Concorde
FSK 18

John Wick: Kapitel 3   21.05.2019 von Mario von Czapiewski

John Wick hat sich relativ schnell als neuer Geheimtipp in der Welt der Actionfilme gemausert und Keanu Reeves als Publikumsmagnet wieder rehabilitiert. Nun startet der dritte Teil unter dem Titel John Wick: Kapitel 3 über Concorde in den deutschen Kinos und verspricht brachiale Action, wie man sie vermeintlich selten auf der großen Leinwand sieht...

 

John Wick (Keanu Reeves) ist auf der Flucht. Auf den Killer ist ein Kopfgeld von 14 Millionen Dollar ausgesetzt und seine ehemaligen „Arbeitskollegen“ richten sich nun gegen ihn. Nirgends ist er sicher, überall lauern andere Killer darauf, ihn umzubringen. Unterstützung bekommt er von seiner alten Freundin Sofia (Halle Berry) und Gegenwind von dem Killer Zero (Mark Dacascos).

 

Der Film macht schon zu Beginn keine Gefangenen, schließt direkt an das Ende des Vorgängers an und zeigt John Wick wie er, kurz bevor er als vogelfrei erklärt wird, zu einem befreundeten Arzt flüchtet, um sich von den Wunden des letzten Films verarzten zu lassen, nur um danach schon wieder in der ersten Kampfszene des Films zu landen. Teil 3 um den berüchtigten Killer John Wick hält sich gar nicht mit einer großen Geschichte auf. Alle wollen John Wick für eine hohe Belohnung töten. Das war’s im Grunde.

 

Wo sich John Wick jedoch lange aufhält, ist in den verschiedenen Actionszenen, welche diesmal diverser und kreativer den je sind. Ob aufwendige Messerkämpfe, blutige Schießereien oder der Einsatz von Hunden und Pferden als „Waffe“ – John Wick 3 gibt diesbezüglich an allen Ecken und Enden Gas und sorgt für regelmäßige optische und inszenatorische Höhepunkte im Film. Dabei kommen die Szenen manchmal nicht ohne unfreiwilligen Humor aus. Beispielweise ist der Einsatz von Pferden etwas „albern“ und auch die immer wieder in Massenschlägereien auf ihren Zug „wartenden“ Feinde von Wick wirken manchmal etwas immersionsbrechend.

 

Keanu Reeves hingegen überzeugt mit seiner einzigen Schauspielfähigkeit (emotionslosen Gesichtern) wieder durchwegs, und auch Nebendarsteller wie Halle Berry (Kidnap) und Mark Dacascos (Ultimate Justice) werden ordentlich eingesetzt. Besonders letzterer zeigt eindrucksvoll, dass man ihn viele Jahre zu Unrecht im Mainstreamfilm vergessen hat.

 

So ist John Wick trotz einer Menge Action inhaltlich der schwächste Teil der Reihe und wirkt nicht mehr ganz so grimmig wie seine Vorgänger. Die Action hingegen ist weiterhin sehr gut inszeniert und durchzieht den ganzen Film. Ein sehr gelungener Actionfilm für ein erwachsenes Publikum.

 

Bildergalerie von John Wick: Kapitel 3 (7 Bilder)


Das Fazit von: Mario von Czapiewski

Mario von Czapiewski

 

John Wick: Kapitel 3 ist zwar der inhaltlich schwächste Teil der Reihe, bietet aber die meisten Actionszenen im Vergleich zu seinen Vorgängern. Ob mit Messern, Maschinengewehren oder mit Hunden und Pferden, Wick weiß sich vielfältig zu verteidigen. Fans von langen durchchoreografierten Actionszenen, die schon The Raid und The Night Comes For Us verschlungen haben, werden hier sehr gut bedient.


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