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Obsession - Du sollst mich lieben
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BEWERTUNG |
09.09.2026 von MarSMit seinem Debütfilm Milk & Serial hatte der ehemalige Internet-Komiker Curry Barker auf YouTube ordentlich Eindruck hinterlassen, und auch sein erster Kinofilm Obsession - Du sollst mich lieben entfachte direkt nach seiner Premiere auf dem Toronto Filmfestival einen anhaltenden Hype. Nach der Auswertung über Amazon Prime Video erfolgt nun durch Universal die Veröffentlichung für die Heimkinos auf DVD, Blu-ray und 4K UHD, und wir sagen Euch, warum ihr diese Blumhouse Produktion auf keinen Fall verpassen solltet...
Seit vielen Jahren ist Bear (Michael Johnston) nun schon in seine ehemalige Schulfreundin und Arbeitskollegin Nikki (Inde Navarrette) verliebt, doch auch wenn ihn sein bester Freund Ian (Cooper Tomlinson) ständig dazu drängt, hatte er bislang nie den Mut, ihr seine Gefühle zu gestehen. Auch als Bear in einem Esoterikshop ein Geschenk für Nikki findet, das dem Besitzer einen Wunsch erfüllen soll, gelingt es ihm nicht, sich ihr zu öffnen. Verzweifelt nutzt er den "One Wish Willow" selbst, um Nikki für sich zu gewinnen, und tatsächlich scheint diese schon im nächsten Moment nur noch Augen für ihn zu haben. Doch Nikkis plötzliche Liebe entwickelt sich zusehends zu einer gefährlichen Besessenheit, die selbst Bear immer häufiger Angst macht, und ihn an seinem Wunsch zweifeln lässt...
Sei vorsichtig, was du dir wünscht. Dieses Konzept ist zweifellos bekannt, und wurde schon unzählige Male für Horrorfilme genutzt. Dementsprechend ist der grundlegende Aufbau von Obsession - Du sollst mich lieben zunächst einmal wenig originell oder innovativ. Und doch ist Curry Barkers Horrorthriller einer der wohl unangenehmsten und gleichzeitig sehenswertesten nicht nur der jüngsten Vergangenheit, und wird damit dem kursierenden Hype absolut gerecht. Anstatt sich nämlich auf seinem Grundkonzept auszuruhen und einen simplen, standartisierten Jumpscare-Schocker zu präsentieren, liefert Barker einen durchaus tiefgründigen und bitterbösen Film, der sich in erster Linie mit toxischen Beziehungen, Abhängigkeiten, übergriffigen Handlungen sowie Machtmissbrauch beschäftigt. Hier macht Obsession - Du sollst mich lieben dann auch recht schnell deutlich, dass der eigentlich schüchterne und zurückhaltende Romantiker Bear zwar grundsätzlich die Hauptfigur ist, jedoch keinerlei Sympathie vom Zuschauer zu erwarten hat, ganz im Gegensatz zur unter seinem Bann stehenden Nikki, die ganz offensichtlich unter ihrem Zustand leidet und immer wieder offenbart, dass ihr durchaus bewusst ist, nicht ihrem eigenen Willen zu folgen, jedoch nichts dagegen tun kann. Ganz anders Bear, der die von ihm herbeigeführte Situation selbst dann noch schamlos für seine persönlichen Zwecke ausnutzt, als diese schon längst eskaliert ist. Ein großes Lob geht an dieser Stelle vor allem an Inde Navarette, die ihrer Figur überhaupt erst die benötigte Vielschichtigkeit und grotesk-verstörende Wirkung verleiht. Atmosphärisch absolut dicht inszeniert ist Obsession - Du sollst mich lieben schlussendlich nicht nur äußerst clever, sondern auch ein richtig fieser, unangenehmer und derber Schocker, der seinen Horror weniger durch seine fantastischen Elemente, sondern vielmehr durch seinen fast schon schmerzhaften Realitätsbezug nährt, und der so konsequent und unerbittlich voranschreitet, dass man ihn so schnell nicht mehr aus dem Gedächtnis bringt...
Details der 4K UHD
Grundsätzlich überzeugt die 4K UHD nicht nur durch ihre hervorragende Schärfe, sondern auch den hohen Detailgrad sowie die ausgeprägte Farbtiefe. Der Kontrast ist sehr gut eingestellt, wodurch vor allem die Tageslichtszenen eine ansprechende Tiefenwirkung entfalten. Auf Grund des Inszenierungsstils, der stark auf dunkle Szenen und ein gezieltes Spiel mit Schatten und Dunkelheit setzt, wirkt sich der sehr tiefe Schwarzwert dagegen leider negativ auf Details und Feinheiten in den zahlreichen Nachtsequenzen aus, wo oftmals nur noch vage etwas zu erkennen ist. Akustisch müssen sich die deutschen Zuschauer mal wieder mit einer Abmischung in Dolby Digital 5.1 zufriedengeben, wogegen die Originaltonspur wahlweise in Dolby TrueHD 7.1 oder auch Dolby Atmos abgemischt wurde. Am deutlichsten macht sich hier der Unterschied in der Sprachausgabe bemerkbar, die im Original klarer wiedergegeben werden und besser im Raum verortbar sind. Etwas stimmiger zeigt sich die deutsche Synchronfassung beim übrigen Sounddesign, das teilweise brachial und mit viel Druck wiedergegeben wird und sich dann auch hervorragend in den Raum öffnet. Cover & Bilder © Plaion Pictures / © 2026 FOCUS FEATURES LLC. ALL RIGHTS RESERVED. Das Fazit von: MarS
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