So Kleever!

So Kleever!

Genre: Wortassoziationsspiel
Autor: Fran├žois Romain
Spieleverlag: Repos Production
Empfohlenes Alter: 10
Spieldauer: 30 Minuten

So Kleever!   06.01.2024 von Born2bewild

Eigentlich sind ja eher Friseure für ihre Wortspiele bei der Namenswahl ihrer Salons bekannt. Repos Production schneidet zwar nicht eure Haare, versucht es aber mit So Kleever! mit einem haarsträubenden Wortspiel. Zumindest die „Spiel des Jahres“-Jury konnten sie damit soweit überzeugen, dass es auf der Empfehlungsliste 2022 gelandet ist. Ob dem Spiel die namensgebenden vierblättrigen Kleeblätter bei unserer Wertung Glück bringen konnten oder sie eher so niedrig ausfällt wie das Gras in den deutschen Vorgärten…

 

Spielmaterial und Aufbau

 

Wenn das Spiel schon Klee im Namen hat, muss er natürlich das spielgestaltende Element sein. So findet man im Inneren der Verpackung insgesamt sechs große Kleeblätter, die im späteren Verlauf den eingeschweißten Karten Halt bieten. Außerdem liegen noch für bis zu sechs Mitspielende wasserlösliche Filzstifte bei. Für die Erfassung der Punkte gibt es noch einen Block mit Punktlisten.

 

Der eigentliche Aufbau geht sehr schnell. Jeder Mitspielende erhält ein Kleeblatt und einen Stift. Dann dürfen alle Reihum vier Karten ziehen und sie, für die anderen Spieler*innen nicht sichtbar auf das eigene Kleeblatt stecken. Die freigebliebenen Enden der Kleeblätter müssen jetzt von jedem Mitspielenden mit Wörtern beschrieben werden, die zu beiden angrenzenden, auf den Karten aufgedruckten Wörtern passen. Dann wird einer der Mitspielenden als erstes Fragezeichen festgelegt und das Spielen beginnt.

 

Ziel des Spiels

 

Reihum versuchen die Spieler*innen gemeinsam die Anordnung der Karten des Fragezeichens zu erraten. Je nachdem wie schnell und mit wie vielen Fehlern sie es schaffen, erhalten sie Punkte. Diese können auf der Punktliste notiert werden und so für eine Jagd nach neuen Höchstpunktzahlen sorgen. Das Spiel endet, sobald jeder Mitspielende einmal das Fragezeichen war.

 

Die Anleitung

 

Mit gerade einmal sechs Seiten ist die Anleitung von So Kleever! sehr kompakt. Sie bietet aber alle Informationen zum Spielstart in verständlicher Form. Es gibt viele Bilder und Beispiele, die die sehr einfachen Regeln erläutern.

 

Auf in die kleevere Raterei…

 

Das Fragezeichen nimmt nun seine vier Karten vom Kleeblatt ab, zieht eine neue Karte nach und mischt sie mit darunter. Diese fünf Karten gibt es nun den Mitspielenden, die nun versuchen müssen, anhand der aufgeschriebenen Begriffe die der Karten den vier Kanten des Kleeblatts zuzuordnen. Dabei darf das Fragezeichen keinen Muchs von sich geben. Sind die Spielenden der Meinung, sie wären fertig, werden die Karten vom Fragezeichen überprüft. Sind alle richtig, so erhalten die Spielenden sechs Punkte. Ist mindestens ein Paar falsch, entfernt das Fragezeichen alle falschen Karten und legt das Kleeblatt für einen zweiten und letzten Versuch nochmal auf den Tisch. Nun haben die Spielenden nur noch die Möglichkeit einen Punkt pro Begriffspaar zu ergattern. Anschließend ist der oder die nächste Spieler*in als Fragezeichen an der Reihe. Das Spiel geht so lange, bis jede*r einmal das Fragezeichen war. Dann werden die Punkte addiert und ermittelt, ob man seinen letzten Punkterekord schlagen konnte.

 

Bildergalerie von So Kleever! (10 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 220 Stichwortkarten
  • 6 Abwischbare Kleeblatt-Tafeln
  • 6 Stifte
  • 1 Punkteliste
  • 1 Spielanleitung


Cover & Bilder © www.sofahelden.de


Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Assoziationsspiele sind so eine Sache. Irgendwie liest man etwas dazu und denkt sich: Cool, das klingt echt gut, das muss ich haben. Doch am Ende stellt man dann fest, jeder Denkt anders und irgendwie passt das alles nicht so zusammen, wie man sich das erhofft hat. So Kleever! Erfindet das Rad zwar nicht neu, bringt aber ein unheimlich unterhaltsames Spielprinzip. Zwar dauern die Runden häufig etwas länger, weil man seltsame Wortkombinationen, wie zum Beispiel „Wolke - Dämon“ oder „Pistole - Kalt“ bekommt, aber irgendwie fällt einem dann doch etwas ein und es ist dann als „Fragezeichen“ umso lustiger, auf was für Interpretationen die Mitspielenden kommen. Wir haben das Spiel nach einem komplexeren Spiel auf den Tisch geholt und nicht viel erwartet und am Ende haben wir fast alle Begriffe durchgespielt, weil das Ganze so viel Spaß gemacht hat und damit Süchtig auf mehr gemacht hat. Hinzu kam, dass man natürlich immer nach der perfekten Runde strebt. Einziger Wehmutstropfen war, dass man die Farben zwar von den Kleeblättern runterbekommt, aber ein minimaler Rückstand bleibt, den man sieht, wenn man das Ganze gegen das Licht hält. Dieser Faktor ist aber kaum störend, da man ja eh was Neues draufschreibt und das dann einwandfrei lesbar ist. Alles in allem ein Klasse Spiel. Für mich eine 10!


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