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Wolf Creek
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BEWERTUNG |
14.06.2026 von MarSGreg McLeans Horrorthriller Wolf Creek machte John Jarratt in seiner Rolle als Mick Taylor zu einer echten Ikone des Genres und ebnete gleichzeitig den Weg für mehrere Fortsetzungen im Film- und Serienformat. Nach der UHD-Weltpremiere in fünf limitierten Mediabook-Varianten legt Turbine Medien nun die Veröffentlichung in der Standard-Verpackung auf DVD, Blu-ray und 4K UHD nach...
Nach einem Party-Urlaub am Strand befinden sich die drei Freunde Ben (Nathan Phillips), Liz (Cassandra Magrath) und Kristy (Kestie Morassi) auf einem Road-Trip durch das australische Outback, wo sie unter anderem den Meteoriten-Krater "Wolf Creek" besichtigen wollen. Als ausgerechnet mitten im Nirgendwo ihr Wagen nicht mehr anspringt, machen sie durch einen glücklichen Zufall Bekanntschaft mit dem Einheimischen Mick Taylor (John Jarratt), der ihnen anbietet, ihren Wagen zu reparieren, während sie sich in seinem Camp ausruhen können. Schon bald entpuppt sich der freundliche Helfer allerdings als sadistischer Killer, der die drei Freunde zu seinem persönlichen Vergnügen ausgewählt hat...
Obwohl Wolf Creek grundsätzlich nur ein simpler Horrorthriller nach recht bekanntem Muster ist, hat sich Greg McLeans Debüt einen gewissen Kultstatus erarbeitet, was neben einigen für die damalige Zeit durchaus derben und eiskalt ausgeführten Gewaltspitzen vor allem der grandios-bösartigen Performance des bis dato vor allem in "netten" Rollen agierenden John Jarrett zu verdanken ist. Zudem bricht McLean geschickt mit den gängigen Klischees des Genres, indem er beispielsweise das vermeintliche "Final Girl" kurzerhand durch einen anderen Charakter ersetzt, oder auch indem er seinem Antagonisten deutlich mehr Raum zur Entfaltung zugesteht, als dies in den meisten anderen Genrebeiträgen der Fall ist. Und das gelingt hier so gut, dass die Figur des Mick Taylor selbst zu einer echten Kultfigur geworden ist, von der die Fans einfach nicht genug bekommen können. Da hilft es den übrigen Figuren dann auch wenig, dass sich Wolf Creek wirklich viel Zeit für deren Einführung lässt, und das Geschehen eigentlich erst nach mehr als der Hälfte der Laufzeit tatsächlich von einem simplen Road-Trip mit beeindruckenden Landschaftsaufnahmen zu einem finsteren, atmosphärisch dichten Horrorthriller wechselt. Ein Großteil dieser beklemmenden Atmosphäre ist unter anderem der anfänglichen Texteinblendung geschuldet, die den Ereignissen eine Basis auf wahren Begebenheiten attestiert, wobei man hier ganz klar anmerken muss, dass dies nur teilweise den Tatsachen entspricht. Tatsächlich vermischt Greg McLean in Wolf Creek mehrere australische Kriminalfälle mit dem Fakt, dass in Australien jährlich tausende von Menschen spurlos im Outback verschwinden, was jedoch die Glaubwürdigkeit der Handlung nicht untergräbt, sondern diese dennoch untermauert, und damit das Geschehen noch unangenehmer macht.
Details der Blu-ray
Typisch für Turbine Medien wurde sich auch im Fall von Wolf Creek nicht nur um die 4K-Umsetzung gekümmert, sondern auch gleich die HD-Variante noch einmal überarbeitet. Abgesehen von dezentem Bildrauschen sowie ein paar überstrahlenden Helligkeiten lässt die Blu-ray dadurch die bisherigen Veröffentlichungen hinter sich, und liefert allgemein ein scharfes, detailreiches und farbenprächtiges Bild, das auch in den vielen dunklen Szenen durch einen sehr guten Kontrastumfang sowie den hervorragend eingestellten Schwarzwert zu überzeugen weiß.
Details der 4K UHD
Die 4K UHD Fassung setzt im Vergleich zur ohnehin bereits sehr guten Blu-ray noch einmal deutliche Akzente in Sachen Detailgrad und Plastizität, und auch Farben wirken noch einmal satter. Ebenfalls noch etwas besser zeigt sich der Kontrastumfang, bewirkt durch den Einsatz von Dolby Vision. Die marginalen Schwächen wie Bildrauschen und überstrahlende hellen Bildbereiche sind hier zwar ebenfalls vorhanden, schmälern aber nicht den tollen visuellen Gesamteindruck - vor allem, da Wolf Creek ohnehin mit geringem Budget realisiert wurde und bereits das Ausgangsmaterial alles andere als sauber und mangelfrei war.
Ebenfalls von Turbine Medien überarbeitet wurde die Tonspur, die nun - abgesehen von den Abmischungen in DTS-HD 2.0 und 5.1 - sogar in einer Dolby TrueHD 7.1 beziehungsweise Dolby Atmos Abmischung vorliegen. Zwar glänzt Wolf Creek nicht gerade durch ein akustisches Feuerwerk, profitiert nun jedoch von der atmosphärischen Einbindung der umliegenden Kanäle für Umgebungsgeräusche und diverse andere Effekte, ebenso wie die stimmige Verteilung beziehungsweise hervorragende Ortbarkeit der Sprachausgabe im Raum.
Die Softbox - übrigens frei vom störenden FSK-Siegel, da dieses lediglich auf der umliegenden Folie aufgeklebt wurde - bietet zusätzlich ein alternatives Wendecover, das zwar grundsätzlich an das bekannte Collagen-Cover angelehnt ist, hier aber John Jarrett in seiner ikonischen Rolle als Mick Talyor in einer durchaus verstörenden Zusammenstellung zeigt...
Zum Abschluss findet Ihr hier unsere Kritiken zu den Fortsetzungen von Wolf Creek: Cover & Bilder © Turbine Medien GmbH Das Fazit von: MarS
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