A Tale of two Sisters

A Tale of two Sisters

Originaltitel: Janghwa, Hongryeon
Genre: Horror
Regie: Jee-woon Kim
Hauptdarsteller: Kap-su Kim
Laufzeit: DVD (110 Min) • BD (115 Min)
Label: Capelight Pictures
FSK 16

A Tale of two Sisters   28.11.2019 von Panikmike

Wenn man bei einem Film die magischen Worte Haus, Klinik und Stiefmutter hört, dann denkt man unweigerlich an einen Horrorfilm. Der koreanische Regisseur Kim Jee-woon veröffentlichte 2003 einen schönen Gruselfilm gepaart mit Thriller- und Dramaelementen, und wir haben uns A Tale of two Sisters im schicken Mediabook angesehen…

 

Inhalt

 

Su-mi (Soo-jung Lim) und Su-yeon (Geun-young Moon) sind Schwestern und waren lang in der Psychiatrie. Eines Tages dürfen sie wieder nach Hause, freuen sich aber nur bedingt, weil dort ihre bissige Stiefmutter Eun-joo (Jung-ah Yum) auf sie wartet. Im Gegensatz zur Verachtung der älteren Schwester Su-mi, hat Su-yeon allerdings Angst vor ihr und geht ihr aus dem Weg. Zudem hört sie abends seltsame Geräusche und glaubt, dass merkwürdige Dinge im Haus vorgehen. Als dann noch das Abendessen von Eun-joo, ihrem Bruder und dessen Frau eskaliert, fühlen sich die zwei Schwestern absolut fehl am Platz…

 

Der Film wie auch der Regisseur bekamen auf dem Filmfestival Fantasporto ein Jahr nach den Dreharbeiten einen Preis, allgemein war er auch in anderen Festivals nominiert und konnte Auszeichnungen einheimsen. Wer nun denkt, er bekommt hier einen weiteren The Ring-Ableger, liegt aber falsch. A Tale of two Sisters ist ein Beweis, dass man mit wenig Mitteln viel machen kann. Er hat zwar keine direkten Schrecker, doch der Grusel kommt auf eine andere Art. Die Mischung aus Horror, Drama mit ein wenig Thriller geht auf und so lieferte Regisseur Kim Jee-woon ein Werk ab, an das man sich noch länger erinnern wird. In der Geschichte kommen zwar ein paar mehr Schauspieler vor, allerdings sieht man hauptsächlich nur die oben genannten Vier, die eine Art Kammerspiel abliefern. Die beiden jungen Darstellerinnen brillieren dabei sehr, sodass man sich sehr gut in die Geschichte und auch in die Schwestern versetzen kann. Auch das Haus ist unheimlich und sehr gut gewählt, wie auch die guten Schnitte und die teils langsamen und ruhigen Kamerafahrten. Alles in allem ist A Tale of two Sisters ein Muss, insofern man auf Horror- bzw. Gruselfilme steht.

 

Details der Blu-ray

 

Die Qualität des Films ist gut, aber nicht annähernd perfekt. Man merkt ihm sein Alter von über 16 Jahren leider an, denn der Zuschauer wird von einem permanenten Bildrauschen begleitet. Dies stört zwar nicht in allen Szenen, manchmal und besonders in dunklen Bereichen ist es aber mehr als nur deutlich. Die Farben selbst sind ein wenig blass, dafür ist der Schwarzwert super. Alles in allem eine gute Umsetzung, die ein wenig krankt. Der Ton ist sehr frontlastig, Effekte gibt es kaum und auch der Bass hat sehr wenig zu tun. An Extras gibt es dafür massig, Capelight hat sich erneut nicht lumpen lassen und sehr viel auf die Discs verbannt (siehe rechter Kasten).

 

Bildergalerie von A Tale of two Sisters (12 Bilder)

Details des Mediabooks

 

Capelight-typisch enthält das Mediabook eine J-Card, auf der alle Informationen rund um den Film abgedruckt sind. Daher gibt es eine Vorder- und Rückseite, das FSK-Logo ist außen auf der Folie angebracht. Zudem ist es nicht auf glattem Papier gedruckt, es sieht eher aus wie ein altes Buch mit leichten Falten. Im Inneren befinden sich die beiden Discs (DVD + Blu-ray) und ein 24-seitiges Booklet mit vielen Informationen und massig Fotos.

 

 

Cover & Bilder (c) Capelight Pictures



Cover & Bilder © capelight pictures


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

 

Ich bin kein großer Fan von koreanischen Filmen, doch so manche Perle habe ich hin und wieder entdeckt. A Tale of two Sisters ist ein guter und stimmiger Horrorfilm, der eher in Richtung Psyche geht und keine großartigen Schrecker enthält. Die Beschreibung „Shining trifft auf The Ring“ ist gar nicht mal so verkehrt, Regisseur Kim Jee-woon hat hier echt ein gutes Werk geliefert. Das Mediabook ist wieder einmal klasse, es gibt aufgrund des Bildrauschens aber einen Punkt Abzug.


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