Brightburn

Brightburn

Originaltitel: Brightburn: Son Of Darkness
Genre: Horror • Thriller
Regie: David Yarovesky
Hauptdarsteller: Elizabeth Banks
Label: Sony Pictures Entertainment
FSK 16

Brightburn   17.06.2019 von Mario von Czapiewski

Nachdem James Gunn (Slither) die lustige Seite der Superhelden erforscht hat, macht er nun die „böse“ Seite möglich und produziert mit Brightburn einen Horrorfilm, der sozusagen „Superman in böse“ präsentiert. Durch Sony Pictures startet der Film nun unzensiert in den deutschen Kinos und verspricht düsteren „Spaß“ – einen Superheldenfilm als Horrorfilm.

 

Tori (Elizabeth Banks) und ihr Mann Kyle (David Denman) staunen nicht schlecht, als eines Tages ein Raumschiff mit einem Baby in ihrem Garten landet. Sie ziehen es auf und geben es als ihr eigenes auf. Als jedoch Jahre später dieser Junge seine außergewöhnlichen Fähigkeiten entdeckt und durch eine unbekannte Kraft zum Einsatz dieser verleitet wird, entwickelt er sich zur größten Gefahr für die kleine Stadt Brightburn und im Grunde auch für die ganze Welt.

 

Brightburn ist der Name der Stadt, in welcher der außerirdische Junge sein Unwesen treibt. Tatsächlich betreffen seine Taten nicht nur seine Familie, denn zahlreiche außerfamiliäre Opfer werden zu beklagen sein. Brightburn als umgedrehte Origin-Geschichte von Superman macht zu keinem Zeitpunkt einen Hehl daraus, woran er sich anlehnt. Seien es das flatternde Cape im Schwebezustand oder die Zerstörungsstrahlen aus den Augen – Superman scheint allgegenwärtig zu sein.

 

Was Brightburn anders macht als seine zahlreichen großen Blockbuster-Brüder sind die teilweise wirklich gelungene düstere Atmosphäre und einige wirklich explizite Gewalteinlagen. Regisseur David Yarovesky (The Hive) schafft es zudem hervorragend den Film an vielen Stellen trotz seines geringen Budgets erstaunlich hochwertig und teuer wirken zu lassen. So ist die Zerstörung eines Hauses optisch beeindruckend und vor allem auch interessant inszeniert.

 

Inhaltlich bietet Brightburn hingegen keinerlei Überraschung und verläuft in jedem Moment absolut erwartbar. So sollte man hier definitiv keinen überraschenden oder inhaltlich besonders mitreißenden Film erwarten. Bei Brightburn unterhält in erster Linie die Inszenierung, die Gewalt und die soliden Schauspieler, die in den ernsten Momenten überzeugend agieren.

 

Brightburn ist somit kein Überflieger, aber eine willkommene Neuinterpretation eines „Superhelden“-Films, die sich mit ihrer Ernsthaftigkeit und Düsternis auch von momentan populären Erwachsenenvarianten wie Deadpool abhebt.

 

Bildergalerie von Brightburn (6 Bilder)


Das Fazit von: Mario von Czapiewski

Mario von Czapiewski

 

Brightburn ist eine umgedrehte, düstere Version von Superman mit soliden Darstellern, einer absolut vorhersehbaren Geschichte und einigen fiesen Gewaltspitzen. Wer sich erwachsenere „Superhelden“-Unterhaltung wünscht, wird hier sehr gut bedient.


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