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The Royal Society of Archeology
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BEWERTUNG |
23.02.2026 von 2-PL4Y3R5Archäologie ist der Zugang zu unserer Vergangenheit. Im Goldenen Zeitalter der Entdeckungen, ca. 1820 bis 1930, gab es zahlreiche große Errungenschaften – darunter die Entzifferung der Hieroglyphen (1822), die Entdeckung von Troja (1873) und die Öffnung des Grabes von Tutanchamun (1922). In The Royal Society of Archeology geht ihr auf Expeditionen, um Relikte zu bergen und sie anschließend im Royal Museum auszustellen. Zwar gab es historisch nie eine Gesellschaft mit exakt diesem Namen, doch die Spielmechaniken und die Orte, die ihr während der Expeditionen besucht, sind wahren Begebenheiten nachempfunden. Mit diesem Spiel begibt man sich auf eine Reise ins frühe 20. Jahrhundert und wird in die Lage versetzt, selbst zum größten Entdecker dieser Zeit aufzusteigen.
Das Material und die Vorbereitung
Schauen wir uns den Spielaufbau an, der für ein Strategiespiel dieser Komplexität relativ schnell vonstattengeht. Zuerst kommt der Spielplan in die Tischmitte. Achtung: Er benötigt richtig viel Platz, obwohl hier eigentlich nur vier Aktionsfelder und ein paar Leisten zu sehen sind. Die vier Aktionsfelder bilden einen Halbkreis, in dem die Arbeiter entsprechend ihrer Expertise (1–6) platziert werden müssen, was einiges an Raum einnimmt.
Oberhalb des Spielplans wird der gemischte Kartenstapel mit Expeditionskarten ausgelegt, wovon sechs offen in die Auslage kommen. Sie existieren in vier Farben (Rot, Grün, Gelb, Blau), entsprechend den vier Regionen im Spiel (Afrika, Mittelmeer, Asien, Südamerika). Erfüllt man die oben links auf der Expeditionskarte aufgeführten Bedingungen, kann man im Spielverlauf die entsprechende Expedition ausführen und die im unteren Bereich angegebenen Belohnungen erhalten. Das sind häufig auch farblich passende Reliktmarker. Diese werden in den farblich passenden Stoffbeuteln sortiert und von dort oft zufällig gezogen.
Der Spielplan zeigt mehrere Leisten, auf denen die Spieler ihre Marker platzieren. In der Mitte des Spielplans befinden sich vier Wissensleisten, die jeweils einer der vier Regionen zugeordnet sind. Das Wissen in einer Region ist eine der Voraussetzungen für dortige Expeditionen. Um den Spielplan herum verlaufen die Prestige- und Gelehrsamkeitsleisten. Am Spielende entspricht die Punktzahl des am wenigsten fortgeschrittenen Markers den erreichten Siegpunkten. Oben rechts befindet sich die Ansehensleiste. Ansehen ist teils Ressource und teils Voraussetzung für das Ausführen bestimmter Aktionen.
Jetzt fehlen nur noch einige Kleinigkeiten beim allgemeinen Spielaufbau. Unterhalb der Wissensleisten werden auf die fünf Felder zufällige Sammlungsplättchen der entsprechenden Größe platziert. Das ist das Museum, das bestimmte Reliktmarker ausstellen möchte; am Spielende gibt es hier eine Mehrheitenwertung. Außerdem wird der verdeckte Kartenstapel mit Gönnerkarten rechts auf dem Spielplan platziert. Und zuletzt wird der Vorrat aus Geldmarkern bereitgelegt.
Nun geht es zum persönlichen Spielaufbau. Jeder Spieler erhält das Spielmaterial in der gewählten Farbe. Die drei Gesellschaftsmarker eines jeden Spielers kommen auf die Prestige-, Gelehrsamkeits- und Zugreihenfolge-Leiste des Spielplans. Jeweils eine Gesellschaftsscheibe kommt auf den Beginn der vier Wissensleisten und auf das Feld 4 der Ansehensleiste des Spielplans. Zum Spielermaterial gehören auch das Gesellschaftstableau und die drei Forschenden-Spielfiguren, oder vereinfacht ausgedrückt: das Spielertableau und die Arbeiter. Das Spielertableau zeigt für jeden der drei Arbeiter eine Expertiseleiste, sodass jeder Arbeiter im Spielverlauf eine unterschiedliche Expertise haben wird, welche die Qualität der ausgeführten Aktionen mitbeeinflusst. Um die Expertise im Spielverlauf zu verfolgen, wird jeweils ein Expertisemarker auf jede Leiste platziert.
Ein beliebiger Spieler platziert zuerst seinen Gesellschaftsmarker auf der Zugreihenfolge-Leiste und erhält den angegebenen Bonus, gefolgt von den Spielern im Uhrzeigersinn. Die Positionen der Marker geben dann die Zugreihenfolge vor. Nun kann es losgehen.
Das Spielziel
In The Royal Society of Archeology geht es darum, am Ende des Spiels die meisten Siegpunkte zu haben. Dabei sind zwei Leisten relevant: die Prestige-Leiste und die Gelehrsamkeits-Leiste. Am Spielende wird der Marker auf der Gelehrsamkeitsleiste auf das entsprechende Feld der Prestigeleiste verschoben. Die Siegpunkte eines Spielers entsprechen dann der Position des Markers auf der Prestigeleiste, der am wenigsten weit fortgeschritten ist. Man will also beide Marker im Spielverlauf gleichmäßig voranschreiten lassen. Was bringt also Prestige bzw. Gelehrsamkeit? Beides gibt es im Spielverlauf und in der Endwertung zu holen. Hier eine kleine Übersicht:
Im Spielverlauf:
Am Spielende:
Der Spielablauf
The Royal Society of Archeology wird über insgesamt vier bzw. fünf Runden, sogenannte Jahre, gespielt – abhängig von der Spielerzahl. Jedes Jahr beginnt mit der Vorbereitungsphase. Hier wird die Zugreihenfolge festgelegt, indem die Spieler ihren Marker in der Reihenfolge von hohem zu niedrigem Ansehen auf die Felder der Zugreihenfolge-Leiste platzieren und den entsprechenden Bonus erhalten. Dann werden die zwei ganz rechts ausliegenden Expeditionskarten abgeworfen und die Leiste von links mit zwei neuen Karten aufgefüllt. Zuletzt holt jeder Spieler seine drei Arbeiter zurück.
Bevor wir uns die vier Hauptaktionen und die Nebenaktionen genauer anschauen, wollen wir einen Blick auf die Besonderheiten im Arbeitereinsatz von The Royal Society of Archeology werfen. Zuallererst: Arbeiter blockieren sich in keiner Weise. Stattdessen lernen Arbeiter von Arbeitern mit höherer Expertise am selben Ort, wodurch sowohl Lehrer als auch Schüler ortsspezifische Boni erhalten. Hier spielt die Expertise eines jeden Forschenden eine Rolle. Platziere ich einen Forschenden mit Expertise 3 an einen Ort, auf dem bereits ein Forschender mit Expertise 4 oder höher steht, dann erhalte ich den links auf dem Feld abgedruckten Ortsbonus, und der Spieler, dem der Forschende mit der höheren Expertise gehört, erhält den Ortsbonus, der rechts abgebildet ist. Neben diesen Ortsboni müssen auch Voraussetzungen für das Ausführen von Ortsaktionen beachtet werden: So benötigt man für den Besuch von „The Royal Museum“ bzw. „The City“ mindestens 6 bzw. 4 Ansehen. Und die Expertise des eingesetzten Arbeiters bestimmt, mit welcher Stärke die Aktion ausgeführt werden kann.
Am Ort „University of London“ kann man die Aktion „an der University of London studieren” ausführen. Sie ermöglicht es, auf den vier Wissensleisten voranzuschreiten. Je mehr Expertise der eingesetzte Arbeiter hat, desto mehr Wissen kann man erhalten. Ab einer Expertise von 4 kann man drei Wissen in einer Leiste erhalten, wenn man einen passenden Reliktmarker abwirft.
Der Ort „The City“ hält zwei Aktionen bereit, mit denen man an Geld kommt. Die erste Aktion „einen Gönner treffen“ erlaubt es, zwei Gönnerkarten zu ziehen und eine auszuwählen, die man vor sich auslegt. Man erhält je nach gewählter Karte drei bis fünf Geld pro Expertise des eingesetzten Arbeiters. Man muss allerdings die Nebenaktion „einem Gönner danken“ ausführen, damit die Karte am Spielende keine negativen Siegpunkte gibt! Alternativ kann man die Aktion „ein Relikt verkaufen“ ausführen: Man verliert ein Ansehen und einen Reliktmarker, erhält dafür aber 15 Geld.
Der Ort „The Royal Museum“ ermöglicht zwei Aktionen, mit denen man Relikte in Siegpunkte eintauscht. Mit der Aktion „Relikt ausstellen“ darf man abhängig von der Expertise des eingesetzten Arbeiters ein, zwei bzw. drei Relikte abwerfen und auf die passenden Felder der Sammlungsplättchen im Museum Gesellschaftsscheiben platzieren, um anzuzeigen, dass man das entsprechende Relikt ausgestellt hat. Je nach Sammlungsplättchen, auf dem man seine Scheibe platziert, erhält man unterschiedliche Sofortboni; außerdem entscheidet die Platzierung über die Mehrheitenwertung am Spielende. Alternativ kann man mit der Aktion „ein Relikt studieren“, je nach Expertise, ein oder zwei Relikte abwerfen, um ein oder zwei Gelehrsamkeit zu erhalten.
Zwei weitere Nebenaktionen werden ausgeführt, sobald man das entsprechende Ziel erreicht hat. Sobald ein Ziel auf einem der Royal-Society-Plättchen erreicht wurde, platziert man eine Gesellschaftsscheibe darunter und nimmt sich die Belohnung, Prestige oder Gelehrsamkeit. Hat man das Ziel als Erster erfüllt, bekommt man die erste Belohnung, alle weiteren Spieler dann die zweite. Sobald man 10 bzw. 25 Prestigepunkte erreicht hat, darf man sich vom entsprechenden Stapel der Bloomsbury-Plättchen eines aussuchen und schaltet so Siegpunktbedingungen für das Spielende oder Sofortboni frei. Die Nebenaktion „einen Forscher unterstützen“ kann beim Platzieren eines Arbeiters ausgelöst werden. Man zahlt 1 Ansehen, um die Expertise seines Arbeiters vorübergehend – d. h. nur für die Ausführung der einen Aktion – um 1 zu erhöhen. Die letzte Nebenaktion „eine Expedition reservieren“ wird nur dann ausgeführt, wenn das entsprechende Symbol im Rahmen anderer Aktionen oder Boni dazu auffordert. Sie erlaubt es, entweder eine Expeditionskarte aus der Auslage auf die Hand zu nehmen oder drei Expeditionskarten vom Stapel zu ziehen und eine auszuwählen.
Am Ende eines Spielerzuges muss man immer auf 3 Handkarten abwerfen. Am Ende des letzten und drittletzten Jahres, wenn alle Spieler ihre drei Züge ausgeführt haben, wird überprüft, ob die entsprechende königliche Anforderung erfüllt wurde. Sollte dies nicht der Fall sein, gibt es einen Malus, je nach ausliegendem Plättchen. Auch diese Plättchen gilt es also nicht zu vernachlässigen. Zuletzt folgt die Schlusswertung. Der Spieler mit dem meisten Prestige des am zweitweitesten vorgerückten Markers gewinnt The Royal Society of Archeology.
Spielmaterial
Spielermaterial (je Spielerfarbe)
Sonstiges Material
Cover & Bilder © Cover: Hutter Trade GmbH + Co KG / Bilder im Artikel und Teaserbild: www.sofahelden.de Das Fazit von: 2-PL4Y3R5
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The Royal Society of Archeology kommt in hübschen Pastelltönen und mit einem sehr schönen, einzigartigen Artwork auf den Expeditionskarten daher, welche unter anderem verschiedene Tempel und Ausgrabungsstätten zeigen. Am hochwertigsten sind die verschiedenfarbigen und einfarbig bedruckten Reliktmarker aus Holz, die im Spielverlauf aus bedruckten Stoffbeuteln gezogen werden. Genial auch für die Haptik! Die drei „Arbeiter“ eines jeden Spielers zeigen bunt bedruckte, individuelle Charakterporträts, was ebenfalls richtig gut aussieht. Darüber hinaus gibt es leider keine doppellagigen Spielertableaus, sodass man etwas aufpassen muss, damit die drei Marker auf ihren Leisten nicht verrutschen.
Oberhalb des Spielplans werden drei Plättchenarten ausgelegt: Jeweils ein schwarzes
Nun geht es um die Auswahl der
In der anschließenden
Schauen wir uns nun die vier Ortsaktionen an. Der Ort
Kommen wir nun zu den 




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